Wohnen

Wohnen im Studium

Für die Miete geben Studierende monatlich den höchsten Betrag ihres Budgets aus. Daher sind preisgünstige Wohnformen, wie die Studentenwohnheime der Studentenwerke, sehr beliebt.

Circa 323,- Euro geben die Studierenden monatlich für die Miete aus. In den Wohnanlagen der Studentenwerke beträgt die Monatsmiete einschließlich aller Nebenkosten durchschnittlich 256,25 Euro.

Wohnheime werden bundesweit von 9,45 Prozent der Studierenden genutzt. Zum Vergleich: 50 Prozent aller deutschen Studierenden leben in einer Wohngemeinschaft beziehungsweise in Doppelapartments / Familienwohnungen, 32 Prozent alleine in einer eigenen Wohnung und 18 Prozent in Einzelzimmern in Flurgemeinschaften.

Ein Bild von einem Suchaufruf nach privaten Zimmerangeboten auf Brötchentüten mit der Aufschrift: "Zimmer frei? Vermieten Sie an Studierende!"Schwierige Wohraumsituation

Die Wohnraumsituation für Studierende ist regional sehr unterschiedlich: In den westdeutschen Großstädten und klassischen Universitätsstädten ist sie am angespanntesten.

Besonders problematisch ist sie jedoch für Studienanfänger:innen, Studierende mit geringem Einkommen und ausländische Studierende. Sie sind auf einen Platz im Studentenwohnheim angewiesen.

Das Deutsche Studentenwerk fordert daher Bund und Länder auf, ein Förderprogramm mit Zuschüssen zur Schaffung von - an der Wohnkostenpauschale des BAföG orientierten - preisgünstigen und studiengerechten Wohnheimplätzen zu schaffen. Die Studentenwerke benötigen für den Neubau und die Sanierung mehr staatliche Unterstützung. Insgesamt veranschlagt das Deutsche Studentenwerk einen staatlichen Zuschussanteil von 1.45 Milliarden Euro für den Neubau und die Sanierung von Wohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke.

Sozialauftrag

Die Studentenwerke mit ihren mehr als 1.800 Wohnheimen und rund 196.000 Studierendenwohnplätzen verfolgen im Gegensatz zu den Investoren keine Rendite- und Gewinnabsichten. Aufgrund ihres Sozialauftrags zielen sie auf preisgünstige Mieten und vergeben Wohnraum nach dem sozialen Bedarf, nicht nach der Bonität des Mieters.

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