DruckversionPDF version
Stipendien Nachteilsausgleiche

Nachteilsausgleiche bei der Begabtenförderung

Stipendiengeber, die öffentliche Mittel verwalten, sind besonders verpflichtet, die Belange behinderter und chronisch kranker Bewerber/innen zu berücksichtigen.

Stipendien der Begabtenförderungswerke

Die Begabtenförderungswerke fördern Studierende und Promovierende nicht nur finanziell, sondern auch ideell.  Dazu gehören beispielsweise: die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder das Cusanus-Werk. Leistungsstärke im Studium oder Beruf, Motivation und gesellschaftliches Engagement entscheiden maßgeblich über die Vergabe der Mittel. Darüber hinaus sollen Nachteilsausgleiche für einen chancengerechten Zugang von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sorgen. Die Höhe der finanziellen Förderung ist abhängig vom Einkommen der Studierenden und dem der Eltern oder des Ehegatten/ Lebenspartners.

  • Nachteilsausgleich
    Die Förderungswerke müssen die spezifische Situation beeinträchtigter Studierender entsprechend des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (§ 1 BGG) besonders berücksichtigen um Benachteiligungen bei der Förderung zu vermeiden. In begründeten Einzelfällen ist etwa denkbar, die Altershöchstgrenze zu überschreiten oder die Studienförderung über die festgesetzte Höchstdauer hinaus zu verlängern.
    Festlegungen in den "Nebenbestimmungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung begabter Studierender", insbesondere Punkt IV.3 (Link s.u.)

    Beispiel: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermutigt ganz besonders Studierende aus benachteiligten Gruppen sich zu bewerben: "Das Studienwerk zielt auf den Ausgleich sozialer, politischer oder geschlechtlicher Benachteiligung; bei vergleichbaren Leistungen werden daher Frauen, sozial Bedürftige und Menschen mit Behinderungen bevorzugt."

Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene

Das Aufstiegsstipendium unterstützt besonders talentierte Berufserfahrene, ein erstes Hochschulstudium (ggf. auch ein weiterführendes Masterstudium, für das ein separater Antrag nötig wird) durchzuführen. Gefördert werden Vollzeit- und berufsbegleitende Studiengänge. Die Förderung erfolgt als Pauschale und ist einkommensunabhängig. Für die Bewerbung besteht keine Altersgrenze. Für die Teilnahme an dem Bewerbungsverfahren darf das zweite Semester noch nicht abgeschlossen sein.

  • Nachteilsausgleich
    Wie im vorangegangenen Abschnitt gilt: Die Förderungswerke müssen die spezifische Situation beeinträchtigter Studierender entsprechend des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (§ 1 BGG) besonders berücksichtigen um Benachteiligungen bei der Förderung zu vermeiden. ("Richtlinien zur Förderung beruflich Begabter während eines Hochschulstudiums", Punkt 4.2)

Deutschlandstipendium

Leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Studierende können seit dem Sommersemester 2011 vom "Deutschlandstipendium" profitieren, sofern ihre Hochschule Mittel einwirbt. Für das Deutschlandstipendium bewerben sich interessierte Studierende bei ihrer Hochschule. Bei erfolgreicher Bewerbung stehen den Studierenden monatlich für mindestens zwei Semester, gegebenenfalls aber auch bis zum Ende der Regelstudienzeit 300 Euro zusätzlich zu BAföG-Leistungen oder anderen Einkünften zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt elternunabhängig.

  • Nachteilsausgleich
    Bei der Stipendienvergabe sollen besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände berücksichtigt werden ("Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms").

Seitenmenü: 
0