IBS Newsletter vom 17. Oktober 2014

Tipps und Informationen Nr. 10 / 2014

Aus Hochschulen und Studentenwerken

LMU München: Inklusionstraining für Lehrende

Das Center for Leadership and People Management bietet gemeinsam mit der Beratungsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der LMU ein Inklusionstraining an. Das Training soll Lehrenden eine erste Basisorientierung liefern, um die Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung und chronischen Krankheiten zu erleichtern.

LMU München: Schnupperstunden

Seit 2013 gibt es an der LMU sogenannte Schnupperstunden. Diese bieten Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, eine Studierende oder einen Studierenden ihres Wunschfaches kennen zu lernen, gemeinsam eine Vorlesung oder ein Seminar zu besuchen und viel Wissenswertes zum Studium zu erfahren. Bisher richtete sich dieses Angebot vor allem an Studieninteressierte aus Nichtakademiker-Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund. Jetzt soll es auf die Zielgruppe der Studieninteressierten mit Behinderung oder chronischer Krankheit erweitert werden.   

FernUniversität Hagen: Studieren mit Behinderung

In der Serie "Was macht eigentlich ...?" stellt die Fernuniversität Hagen die Arbeit der Hochschulbeauftragten für behinderte und chronisch kranke Studierende, Claudia Imhof, und das Angebot der Universität zur Unterstützung beeinträchtigter Studierender vor.  

Aus den Bundesländern

NRW: Beauftragte im Hochschulgesetz verankert

Mit der Reform des Hochschulgesetzes sind nun auch die nordrhein-westfälischen Hochschulen gesetzlich dazu verpflichtet, Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung zu bestellen und eine entsprechende Regelung in die Grundordnung aufzunehmen. Die Beauftragten sind Mitglieder im Senat. Sie sollen mindestens einmal jährlich Gelegenheit zur Information und Beratung im Hochschulrat erhalten. 

Aus Politik und Verwaltung

Bundesteilhabegesetz

Der Prozess der Erarbeitung des im Koalitionsvertrag vereinbarten Bundesteilhabegesetzes hat begonnen. Zur Vorbereitung der Reform hat das BMAS eine Arbeitsgruppe einberufen, in der auch eine Reihe von Behindertenverbänden mitarbeiten. In insgesamt neun Sitzungen wird die Arbeitsgruppe bis April 2015 Reformthemen und -ziele eines Bundesteilhabegesetzes besprechen und mögliche Kompromisslinien ausloten. Am 20. Januar 2015 wird sich die Arbeitsgruppe unter anderem mit den Reformbedarfen im Hochschulbereich beschäftigen. Der Prozess der Erarbeitung des Bundesteilhabegesetzes, einschließlich der Protokolle der Sitzungen der Arbeitsgruppe, wird im Internet dokumentiert.

Grüne: Nachfrage zur Finanzierung von Mehrbedarfen

Dranbleiben sagten sich die Grünen und wiederholten eine bereits 2013 gestellte Anfrage zur Finanzierung der Mehrbedarfe und der Unterkunftskosten für Studierende mit Behinderungen. Hier gäbe es Lücken als Folge der derzeitigen Regelungen von SGB II und BAföG. 2013 verwies die Bundesregierung in ihrer Antwort auf den noch andauernden Meinungsbildungsprozess. Jetzt verwies sie auf ihre Antwort vor eineinhalb Jahren. 

Studium und Behinderung in den Medien

ZB: Exzellent + inklusiv. Perspektiven für schwerbehinderte Akademiker

Die Anzahl hochqualifizierter Menschen mit Behinderungen wird unterschätzt. ZB stellt drei von ihnen vor und verweist auf eine Pilotstudie zu Chancen und Barrieren für hochqualifizierte Menschen mit Behinderungen sowie auf das Projekt "PROMI - Promotion inklusive".

Tagesspiegel: Unsichtbare Barrieren überwinden

Welche Unterstützung benötigen Studierende mit einer Sehbeeinträchtigung? Welche Angebote gibt es schon und wo besteht noch Bedarf? Auskunft darüber gibt eine Studierende der Humboldt-Universität.

Termine

Mein Profil - Ein ganz anderes Bewerbungstraining

Termin: 9. bis 11. Januar 2015
Ort: Bad-Herrenalb
Zielgruppe: Menschen mit Sehbeeinträchtigung
Veranstalter: Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) des Karlsruher Instituts für Technologie

In dem zweitägigen Workshop lernen und üben Teilnehmende mit Seheinschränkung, sich optimal auf ein Einstellungsgespräch vorzubereiten. Unter anderem geht es darum, wie die eigenen Fähigkeiten präsentiert und Sehbehinderung und Blindheit thematisiert werden. Anmeldeschluss ist der 4. Dezember 2014.

 

     

    17.10.2014