IBS Newsletter vom 12. August 2014

Tipps und Informationen Nr. 8 / 2014

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Uni Würzburg: Fortbildungen zu barrierefreier Hochschullehre

Um Barrierefreiheit in der Lehre geht es im September gleich in zwei Seminaren von ProfiLehrePlus an der Universität Würzburg. Die Themen sind: "Studieren mi Behinderung und chronischer Krankheit - Fakten und Rahmenbedingungen" und "Psychische Erkrankungen bei Studierenden. Wie erkenne ich sie und wie gehe ich damit um?".

Aus den Bundesländern

Hamburg: Neues Hochschulgesetz in Kraft

In das Hamburger Hochschulgesetz neu aufgenommen wurde eine Reihe von Nachteilsausgleichen für das wissenschaftliche Personal. Diese betreffen zum Beispiel die Regelungen zur Berufung von (Junior-)Professor_innen, zur Beurteilung der Befähigung zur Promotion oder zu zeitlich begrenzten Beschäftigungsverhältnissen.

NRW: Studie zu Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Hörschädigung

Die Universität zu Köln erstellte im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen eine Studie zur Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Hörschädigung in unterschiedlichen Lebenslagen in NRW. Für die Studie wurden Statistiken sowie qualitative Interviews ausgewertet. Im Hochschulteil beschreibt die Studie die Probleme, die Studierende mit Hörschädigung bei der Nutzung von kommunikativen Hilfen, Nachteilsausgleichen und Beratung haben.

Für die Beratungspraxis

BMUB Leitfaden: Barrierefreies Bauen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ist Herausgeber des Leitfadens "Barrierefreies Bauen". Die Broschüre richtet sich an all jene, die mit der Durchführung von Baumaßnahmen nach den Richtlinien des Bundes (RBBau) beauftragt sind. Bauherren, Planer und Nutzer öffentlicher Gebäude erhalten einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen barrierefreien Bauens - inklusive DIN-Normen und technischer Regelwerke -, und die Anforderungen in den einzelnen Phasen des Projektablaufs.

Verschiedenes

Information und Beratung für Studieninteressierte mit Behinderung - ein Literaturhinweis

Welche Unterstützung benötigen Studieninteressierte mit Beeinträchtigung bei der Wahl des Studiengangs, bei der Vorbereitung auf ein Studium und in der Studieneingangsphase? Ausgehend von den Ergebnissen der best-Umfrage skizziert Dr. Gattermann-Kasper in ihrem Beitrag die Anforderungen an die Gestaltung und die Angebote der allgemeinen wie der zielgruppenspezifischen Informations- und Beratungsangebote der Hochschulen für diese Studierendengruppe.

Maike Gattermann-Kasper: Menschen mit Beeinträchtigungen beim Übergang an die Hochschule - Anforderungen an die Informations- und Beratungsangebote. In: Zeitschrift für Beratung und Studium. 9. Jahrgang 2/2014, S. 45 - 48 

Di-Ji: Infothek zu barrierefreiem Intra- und Internet

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt "Digital informiert – im Job integriert (Di-Ji)" hält ein umfassendes Angebot zu digitaler Barrierefreiheit vor: Welche Barrieren treten in Zusammenhang mit welchen Beeinträchtigungen auf? Welche rechtlichen Regelungen gibt es - national und international? Wie lässt sich Barrierefreiheit testen? Zusätzlich zur Infothek veröffentlicht Di-Ji Leitfäden zu barrierefreien Dokumenten (PDF, DOC, PPT, DTP), zum Einsatz von Gebärdensprach-Filmen, zu barrierefreier Multimedia im Web 2.0 und barrierefreier Software.

Chat zu "Studieren mit Multipler Sklerose"

Welche Nachteilsausgleiche erhalten chronisch kranke Studierende? Wo finden sie Beratung und Unterstützung? Auf diese und andere Fragen antwortete Ursula Jonas von der IBS im AMSEL-Chat. AMSEL steht für Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V.. Das Chat-Protokoll ist auf den Internetseiten des Vereins nachlesbar.

Praktika im Europäischen Parlament - Bewerbungsfrist läuft

Das Europäische Parlament bietet seit 2006 ein Praktikumsprogramm speziell für Menschen mit Behinderungen an. Die Ausschreibungen erfolgen halbjährlich und richten sich an Studierende wie Hochschulabsolventen und -absolventinnen. Die Praktika dauern in der Regel fünf Monate und werden vergütet. Für die Praktikanten werden angemessene Vorkehrungen am Arbeitsplatz getroffen, sie werden bei der Wohnungssuche unterstützt und können bei Bedarf Zulagen für behinderungsbedingte zusätzliche Kosten erhalten. Bis zum 15. Oktober können sich Interessierte für ein Praktikum bewerben, das dann im März 2015 beginnt.

Internationales

Behinderung und Gesundheitsberufe

Müssen Chiropraktiker_innen selbst Röntgenbilder sehen und interpretieren können? Können auch Blinde als Chiropraktiker_in arbeiten? In einem Grundsatzurteil des höchsten Gerichts in Iowa, USA, wurde festgestellt, dass es diskriminierend ist, einem blinden Studenten entsprechende Hilfsmittel bei der Interpretation von Röntgenbildern zu verweigern.

Studium und Behinderung in den Medien

Unternehmensjurist: Kampf gegen Vorurteile 

Warum tun Unternehmen sich so schwer, Juristen mit Behinderung einzustellen? Dieser Frage geht Friederike Gerwe nach und stellt mit Rainer Krauser, einem blinden Juristen in der Frankfurter DZ Bank, eine "Erfolgstory" vor. 

Aachener Zeitung: Auslandssemester mit Handicap 

Wie bereitet man sich gut auf einen Auslandsaufenthalt vor? Wichtige Hinweise finden sich in einem Beitrag in der Aachener Zeitung.

Freie Presse: Die Studentenbude bleibt beliebt

Die Plätze in den Studentenwohnheimen in Mittweida sind begehrt - und begrenzt. Bei der Auswahl berücksichtigt das Studentenwerk auch soziale Kriterien. Zu den bevorzugten Gruppen gehören auch Studierende mit Beeinträchtigungen.

Termine

II International Congress of University and Disability

Termin: 27. und 28. November 2014
Ort: Madrid
Zielgruppe: Lehrende, Forschende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltung und Service, Studierende
Veranstalter: ONCE Foundation

Zum zweiten Mal lädt die ONCE Stiftung zum internationalen Erfahrungsaustausch. Die Themen sind vielfältig: Es geht unter anderem um den Prozess des Übergangs zur Hochschule wie in den Arbeitsmarkt, um Forschungen und Programme für mehr Inklusion in Hochschulen, Universal Design und barrierefreien Zugang zu Informationen.

 

12.08.2014