Hochschulpolitik

Bologna – Reform der Reform

 

Die 70. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt mit Besorgnis fest, 

 
dass die Studienstrukturreform im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses erheblicher Nachbesserungen bedarf. Vor allem die neuen Bachelor-Studiengänge weisen konzeptionelle und strukturelle Defizite auf, die im Interesse der Studierenden schnell behoben werden müssen. 
Der Bildungsstreik und die Proteste, insbesondere der Studierenden im Sommer 2009, haben gezeigt, dass die Bologna-Reform der Reform bedarf. Die Studierbarkeit von Studiengängen muss eine Selbstverständlichkeit sein.
 
Die 70. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks fordert deshalb Bund, Länder und Hochschulen auf 
  • die neuen Studiengänge konsequent an den Studierenden auszurichten und die angekündigte Flexibilisierung der Semesterzahlen bei Bachelor und Master zügig umzusetzen,
  • die gegenseitige Anerkennungspraxis von im In- und Ausland erbrachten Studienleistungen zu liberalisieren, 
  • die Mobilität der Studierenden nachhaltig zu fördern,
  • die volle Durchlässigkeit zwischen Bachelor und Master zu sichern,
  • in Umsetzung des Bologna-Prozesses die ganzheitlichen Beratungsangebote als wichtigen Teil der sozialen Dimension sicherzustellen und auszufinanzieren,
  • ehrenamtliches studentisches Engagement aktiv zu fördern und als Studienleistung anzuerkennen.
 
70. ordentliche Mitgliederversammlung 
des Deutschen Studentenwerks (DSW)
am 1./2.12.2009
 
02.12.2009