Hochschulpolitik

Starke Städte mit starken Studentenwerken

 

Die 71. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Studentenwerks (DSW)

 

1. begrüßt ausdrücklich, dass die Städte über den Deutschen Städtetag, die Hochschulen über die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie die  Studentenwerke über das DSW gemeinsam am 7. und 8. Dezember 2010 in Jena eine Fachkonferenz ausrichten, auf der die bestehenden Kooperationsbeziehungen vertieft und Handlungsempfehlungen für die Zukunft formuliert werden sollen.

 

2. sieht darin die Chance,

 
  • die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Studentenwerken zu intensivieren und neue Formen des regelmäßigen Austauschs und die Entwicklung gemeinsamer Strategien zu institutionalisieren.
     
  • gemeinsam mit den Städten - neben den Hochschulen und den Studierenden als wichtigste Partner der Studentenwerke - Studierenden und Hochschulangehörigen ein attraktives Arbeits- und Wohnumfeld zu bieten.
     
  • ausdrücklich den Städten anzubieten, das Stadtmarketing zu bereichern bzw. das Profil einer Stadt als Hochschul-, Universitäts- oder Wissenschaftsstadt unter Einbeziehung der Serviceangebote der Studentenwerke zu schärfen.
     
  • gemeinsam mit den Städten bei stadtplanerischen, touristischen, kulturellen oder sozialen Initiativen die sozialen und wirtschaftlichen Belange der Studierenden künftig noch stärker zu berücksichtigen und die Attraktivität der Städte für Studierende zu steigern.
     
  • die wirtschaftliche und  arbeitsmarktpolitische  Bedeutung  der  Studentenwerke für die Städte zu betonen.
 

Begründung :

Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung sind Motoren für die wirtschaftliche, demografische, soziale und kulturelle Entwicklung von Hochschulstädten. Die Studentenwerke übernehmen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Hochschule und Stadt, zwischen Leben an der Hochschule und Leben in der Stadt.
 
Die Potenziale, die Hochschulen und Studentenwerke den Städten bieten, gilt es strategisch zu nutzen und in neue, vertiefte Kooperationsbeziehungen zu gießen. Hierzu ist ein ständiger, offener Dialog zu institutionalisieren.
 
Als mittelständische Sozialunternehmen mit bundesweit mehr als 16.000 Beschäftigten und Gesamteinnahmen von mehr als 1,3 Milliarden Euro sind die Studentenwerke städtische Akteure von Gewicht. Gemeinsam können Städte, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Studentenwerke viel für die Städte tun und viel für die Städte bewegen.
 
 
 
71. ordentliche  Mitgliederversammlung des Deutschen Studentwerks
01.12.2010