Hochschulpolitik

Studentenwerke: Jetzt soziale Infrastruktur ausbauen!

 
Berlin, 1. Dezember 2011. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 58 Studentenwerke fordern  Bund und Länder mit Nachdruck auf, angesichts der neuen Rekordzahlen bei Erstsemestern und Studierenden rasch Mittel für einen Ausbau der sozialen Infrastruktur bereitzustellen. Besonderen Ausbau- und Finanzierungsbedarf sehen die Delegierten aus den Studentenwerken bei den Wohnheimplätzen für die Studierenden, in der Hochschulgastronomie, der Beratung und der Kinderbetreuung.
 
Um dem Studierendenansturm gerecht zu werden, halten die Studentenwerke neben den bereits in Planung oder im Bau befindlichen 10.000 Wohnheimplätzen weitere 15.000 zusätzliche Wohnheimplätze für erforderlich. Diese sollen über ein Bund-Länder-Programm finanziert werden, bei einem öffentlichen Zuschussanteil von 40 % ergibt dies einen Investitionsbedarf von rund 375 Millionen Euro. Für mehr Kapazitäten in der Hochschulgastronomie der Studentenwerke werden rund 200 Millionen Euro veranschlagt.
 
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat sagte auf der Jahresversammlung der Studentenwerke in Berlin: „Dass Bund und Länder bisher kein zusätzliches Geld für die Studentenwerke zur Verfügung stellen, flankierend zu den Hochschulpakten, ist ein strukturelles Defizit.“ 
 
Dobischat: „Ein Kalkulieren in Studienplätzen allein genügt nicht. Die Studierenden brauchen ein bezahlbares Dach über dem Kopf, sie brauchen campusnahe, günstige Verpflegung, studienbegleitende Beratung, Kinderbetreuung sowie eine gesicherte Studienfinanzierung.“ 
 
In ihrem Beschluss fordern die Studentenwerke auch den Ausbau der Beratungsangebote für Studierende, insbesondere der Studienfinanzierungsberatung, der Sozialberatung und der psychologischen Beratung.
01.12.2011