Studienfinanzierung

Deutsches Studentenwerk: Happy Birthday, BAföG!

 
Berlin, 1. September 2011. Heute vor 40 Jahren, am 1. September 1971, trat das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, in Kraft. Das ist für das Deutsche Studentenwerk (DSW), den Verband der mit der Umsetzung des BAföG beauftragten Studentenwerke, ein Grund zum Feiern. 
 
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat sagt: „Happy Birthday, BAföG. Das BAföG ist eine Erfolgsgeschichte, es ist ein Herzstück unseres Sozialstaats und eine kulturelle Errungenschaft.“ 
 
Der Bildungsweg eines Menschen hänge in Deutschland noch immer zu stark von der sozialen Herkunft ab, kritisiert Dobischat. „Das BAföG ist ein Schlüsselinstrument für mehr Chancengleichheit und soziale Durchlässigkeit an unseren Hochschulen.“
 
Das Deutsche Studentenwerk schätzt, dass rund vier Millionen Menschen seit 1971 dank der staatlichen Unterstützung studieren konnten. Dobischat sieht das BAföG auch heute von einem „starken gesellschaftlichen Konsens“ getragen. Er sagt: „Als 1971 das BAföG eingeführt wurde, gab es einen parteiübergreifenden Konsens und eine Gesellschaft, die Bildung allen zukommen lassen will. Das ist heute aktueller denn je.“
 
Heute erhält rund ein Viertel BAföG; diese geförderten Studierenden erhalten im Monatsdurchschnitt 434 Euro. Der derzeitige BAföG-Höchstsatz beträgt 670 Euro für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen. 81% der geförderten Studierenden sagen, ohne das BAföG könnten sie überhaupt nicht studieren.
 
Das BAföG wird vom Bund und den Ländern gemeinsam finanziert; der Bund trägt 65% der Kosten, die Länder tragen 35%. Den Vollzug des BAföG übernehmen die Ämter für Ausbildungsförderung der Studentenwerke.
01.09.2011