IBS Newsletter vom 28. Juni 2018

Tipps und Informationen Nr. 6 / 2018

Aus der Arbeit der IBS und des DSW

Mit Postkarten sensibilisieren

Bei der IBS können Postkarten zum Thema "Studium und Behinderung" kostenfrei bestellt werden. Die sechs Motive der Postkarten wurden von Studierenden für den 26. Plakatwettbewerb des DSW entworfen. Mit den Postkarten möchte die IBS alle im Bereich Studium und Behinderung Aktiven unterstützen, ihr Arbeitsumfeld für das Thema zu sensibilisieren. Da die Postkarten in einer hohen Auflage gedruckt wurden, können sie großzügig ausgelegt werden.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

Fernuni verabschiedet Inklusionskonzept

Die Fernuniversität Hagen hat sich für die nächsten fünf Jahre vorgenommen, ein Fernstudium ohne Barrieren zu ermöglichen. Gleichnamiges Konzept der Fernuniversität benennt sechs Handlungsfelder und 25 Maßnahmen, die Barrierefreiheit von der Kommunikation bis zu den Gebäuden sichern sollen. Basis des Inklusionskonzeptes bildet eine Umfrage unter den Fernstudierenden, die zeigt, dass trotz der Vorteile eines Fernstudiums für Studierende mit Beeinträchtigungen, 40 % der Studierenden dieser Gruppe sich im Studium behindert fühlt. Das Konzept wurde zusammen mit Studierenden erarbeitet.

OTH Regensburg beteiligt sich am Diversity-Tag

Bereits zum vierten Mal beteiligte sich die OTH Regensburg am bundesweiten Diversity-Tag der Charta der Vielfalt e.V.. Zu diesem Anlass wurden auch drei Studierende mit einem "Diversity-Preis" gewürdigt. In der Kategorie Studium mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung erhielt den mit 500 Euro dotierten Preis ein Student, der sein Studium mit psychischer Erkrankung meistert.

Für die Beratungspraxis

Keine kostengünstige Krankenversicherung während eines Promotionsstudiums

Doktoranden, die ihr Promotionsstudium nach Abschluss eines Hochschulstudiums aufnehmen, können nicht von der kostengünstigen Krankenversicherung als Student in der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren. Das entschied der 12. Senat des Bundessozialgerichts am 7.6.2018 (Aktenzeichen: B 12 KR 15/16 R).

Wissenswertes zu Assistenzhunden

Der Verein Pfotenpiloten hat u.a. rechtliche Regelungen zusammengestellt, die den Anspruch auf einen Assistenzhund als medizinisches Hilfsmittel darlegen sowie Zutrittsrechte von Assistenzhunden in Schulen, Krankenhäusern, Lebensmittelgeschäften etc. begründen.

Aus den Bundesländern

Thüringen: Neues Hochschulgesetz in Kraft

Das neue Hochschulgesetz verpflichtet die Thüringer Hochschulen, sich aktiv für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) einzusetzen. Hierzu sollen sie u.a. Aktionspläne erarbeiten. Der neu zu schaffende Beauftragte für Diversität soll insbesondere die Belange von Studierenden mit Behinderung bzw. einer psychischen oder chronischen Erkrankung vertreten. Darüber hinaus sollen die Hochschulen nicht nur die besonderen Bedürfnisse von Studierenden, sondern auch die von Studienbewerber/innen und Promovierenden mit Behinderung bzw. einer psychischen oder chronischen Erkrankung berücksichtigen. Sie sollen für einen Ausgleich von Benachteiligungen in Studien- und Prüfungsangelegenheiten sorgen und darauf hinwirken, die barrierefreie Zugänglichkeit ihrer Angebote für Menschen mit Behinderung herzustellen und zu sichern.

Baden-Württemberg: Grüne fragen nach Leistungsdruck und psychische Erkrankungen an Hochschulen

Die Grünen haben einen Antrag "Leistungsdruck und psychische Erkrankungen an Hochschulen in Baden-Württemberg" eingebracht, mit dem die Landesregierung aufgefordert werden soll, über Stand und Entwicklung des Themas zu berichten. Die Grünen interessieren sich u.a. für Ausstattung und Nachfrage der Beratungsangebote von Hochschulen und Studentenwerken, die Fallzahlen der Studierenden mit einer psychischen Erkrankung und für angebotene Maßnahmen zur Stressbewältigung.

Verschiedenes

Assistenzsystem für Blinde zur Erkennung von Fußwegen

Informatikstudierende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine App entwickelt die Hindernisse identifiziert, freie Wege erkennt und diese Informationen akustisch an die NutzerInnen weitergibt.

Studium und Behinderung in den Medien

Wenn Studenten Sorgen plagen

Der Bedarf der Studierenden an Beratungsangeboten steigt. Insbesondere Studierende mit einer psychischen Beeinträchtigung haben einen hohen Bedarf. Das Studierendenwerk Köln hat angesichts der Zahlen sein Personal aufgestockt und möchte Angebote machen, die den neuen Anforderungen gerecht werden.

Wenn es nur noch Hell und Dunkel gibt

Axel ist fast blind. Er studiert in Kassel Öko-Agrarwissenschaft, bewirtschaftet mit seiner Freundin einen Garten und möchte künftig einen Bauernhof führen.

Termine

TU Dortmund: Schnupperstudium für behinderte/chronisch kranke Studieninteressierte

Termin: 13.-15. November 2018
Ort: TU Dortmund
Zielgruppe: chronisch kranke und behinderte Studieninteressierte, für die der Studienort Dortmund in Frage kommt, sowie Studienanfänger und -anfängerinnen an der TU Dortmund
Veranstalter: zhb. Zentrum für HochschulBildung / Bereich Behinderung und Studium (DoBuS)

Welche Unterstützung erhalten Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit an der TU Dortmund? Was sind Nachteilsausgleiche? Wie studiert es sich mit persönlicher Assistenz und wie finanziert man diese? Antworten geben im Rahmen des Schnupperstudiums Mitarbeiter/innen von DoBus und Studierende mit Behinderungen.

Berufsorientierungs-Workshop für junge Stotternde

Termin: 26.-28. Oktober 2018
Ort: Göttingen
Veranstalter: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.
Zielgruppe: junge stotternde Menschen zwischen 16 und 25 Jahren

Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf den Themen Berufswahl und Berufsorientierung. Anders als in einer klassischen Berufsberatung stehen bei diesem Austausch stotterspezifische Fragen im Mittelpunkt. Anmeldeschluss ist der 28. August 2018.

Mein Profil - ein ganz anderes Bewerbungstraining. Das Seminar für Menschen mit Seheinschränkung

Termin: 11.-13. Januar 2019
Ort: Bad Herrenhalb
Zielgruppe: Studierende und Jobsuchende mit Seheinschränkung
Veranstalter: Karlsruher Institut für Technologie - KIT, Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)

In dem zweitägigen Workshop lernen und üben die Teilnehmenden wie sie sich optimal auf ein Einstellungsgespräch vorbereiten und ihre Sehbehinderung oder Blindheit thematisieren können. Im Seminar werden hierzu praktische und erprobte Lösungen des Berufsplanungsverfahrens Life/Work Planning (LWP) vorgestellt und angewendet. Anmeldeschluss ist der 14. Dezember 2018.

28.06.2018