Ausschreibung

Wer wird „Student/-in des Jahres"?

Wer wird „Student/in des Jahres“? Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) schreiben zum siebten Mal den Preis für studentisches Engagement aus, den sie vor fünf Jahren gemeinsam ins Leben gerufen haben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet.

DHV und DSW wollen mit dem Preis diejenige Studentin, denjenigen Studenten oder ein Studierendenteam auszeichnen, die, der oder das ein über die Leistungen im Studium hinaus-gehendes, herausragendes Engagement zeigt, welches innovativ und möglichst einzigartig sein sollte. Es besteht dabei keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Der Preis soll, wenn es die Pandemie zulässt, am 28. März 2022 auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ in Berlin verliehen werden.

„Es gibt viele unter den 2,9 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind“, erklären DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. „Dieses Engagement wollen DHV und DSW mit der Auszeichnung ,Student/in des Jahres’ sichtbarer machen, indem sie einem besonders positiven Beispiel studentischen Engagements Öffentlichkeit verschaffen.“

Beide Preisausrichter rufen dazu auf, bis zum 31. Dezember 2021 Kandidatinnen und Kandidaten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Vorschläge bedürfen der Schriftform. Zum Vorschlag gehört der Name des/der Vorgeschlagenen, die Hochschule, der er/sie angehört, und eine maximal zweiseitige Begründung des Vorschlags, die das Verdienst des/der Vorgeschlagenen skizziert. Aussagefähige Unterlagen über die Leistung des/der Vorgeschlagenen können dem Vorschlag beigefügt werden. Die Unterlagen sind an die Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbands zu richten:

Deutscher Hochschulverband
„Student/-in des Jahres“
Rheinallee 18-20, 53173 Bonn

Die Preisträgerin/den Preisträger/die Preisträger wählt eine unabhängige, sechsköpfige Jury aus, die Deutscher Hochschulverband und Deutsches Studentenwerk paritätisch besetzen. Die Jury kann auch einen nicht vorgeschlagenen Studierenden/ein nicht vorgeschlagenes Studierendenteam prämieren

Bisherige Preisträger waren:

- der Medizinstudent Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke, der über den von ihm mitaufgebauten Verein „L‘appel Deutschland“ Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistete (2016)

- das von 16 Architekturstudierenden der Technischen Universität Kaiserslautern getragene Bauprojekt Spinelli Barracks Mannheim, bei dem diese gemeinsam mit Flüchtlingen einen Holz-Pavillon auf einem ehemaligen Kasernengelände des US-Militärs entwarfen, planten und errichteten, das den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Erstaufnahmeeinrichtung inzwischen als Begegnungsstätte und Rückzugsort dient (2017)

- der Medizinstudent Philipp Humbsch von der Charité - Universitätsmedizin Berlin aus Frankfurt/Oder. Er ist Urheber und Motor der Initiative "Jeder kann ein Held sein", die seit 2016 insbesondere Grundschüler/-innen in strukturschwachen Gebieten Brandenburgs kostenlos in Erster Hilfe unterrichtet und sie dadurch zugleich für weiteres ehrenamtliches Engagement in freiwilligen Hilfsorganisationen des Bevölkerungsschutzes sensibilisiert (2018)

- die Medizinstudentin Wiebke Gehm von der Universität Rostock, leitendes Mitglied der studentischen Initiative "TNA – Tommy nicht allein", bei der sich Studierende seit 2015 in ihrer Freizeit um hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten in der Rostocker Kinderklinik kümmern (2019)

- der Medizinstudent Sagithjan Surendra von der Universität Erlangen-Nürnberg, der Gründer und Motor des „Aelius Förderwerks“ ist, das seit 2017 Kinder und Jugendliche aus nichtakademischen Elternhäusern, oftmals mit Migrationshintergrund, über ein breites ideelles Förderangebot auf ihrem Bildungsweg unterstützt (2020)

- die „TechAcademy“, eine 20-köpfige Gruppe von Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die die digitale Kompetenz ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen aus allen Fachbereichen und Disziplinen mit kostenlosen Semina-ren fördert (2021).

15.10.2021