IBS Newsletter vom 14.12.2021

Tipps und Informationen Nr. 12 / 2021

Aus der Arbeit von IBS und DSW

IBS-Fachtagung „Bausteine für ein inklusives Studium“ - Dokumentation jetzt online

Im Zentrum der IBS-Fachtagung am 18./19. November standen die Gelingensbedingungen für ein diskriminierungsfreies und inklusives Studium. Diesem Thema näherten sich Expert*innen aus unterschiedlichen Perspektiven: als Jurist, als Vertreterin des Diversitätsmanagements, als Mediziner, als Mitgestalter von Studienangeboten, als Hochschulbeauftragte für Studierende mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen und als Erziehungswissenschaftlerin. Die Dokumentation der virtuellen Veranstaltung ist jetzt online.

Für die Beratungspraxis

Stipendien der Begabtenförderungswerke: Nachteilsausgleiche für Studierende mit Behinderungen

Im Sommer hat das BMBF seine Nebenbestimmungen zur "Förderung begabter Studierender sowie begabter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler" aktualisiert. Sie sind Grundlage für die Vergabe von Stipendien der Begabtenförderungswerke (u.a. Konrad-Adenauer-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Cusanuswerk). In den Förderrichtlinien ist unverändert eine Regelung zum Nachteilsausgleich für Studierende und Akademiker*innen mit Behinderungen enthalten (Punkt IV.3), auf die wir in dem Zusammenhang noch einmal aufmerksam machen wollen. Eine inhaltlich identische Regelung gibt es für das "Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene". Auch im Rahmen des Deutschlandstipendiums können beeinträchtigungsbezogene Belange geltend gemacht werden.

BMBF-Stipendienlotse wird zum Ende des Jahres eingestellt

Zu unserem großen Bedauern stellt das BMBF die eigene Suchmaschine zur Stipendienrecherche www.stipendienlotse.de zum 31. Dezember ein. Das Ministerium begründet die Maßnahme damit, dass sich eine Vielzahl von alternativen Online-Angeboten etabliert hätten, die öffentlich zugänglich seien und inzwischen deutlich häufiger besucht würden. Die Weiterführung des aus staatlichen Mitteln finanzierten Stipendienlotsen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sei daher nicht mehr erforderlich. Das DSW hat sich für eine Fortsetzung des nicht-kommerziellen Angebots eingesetzt. Wir können keine der alternativen nichtstaatlichen Suchmaschinen empfehlen. Leider hält das BMBF an seiner Linie fest. Weiter bestehen bleiben die Portale der Begabtenförderungswerke (www.stipendiumplus.de) und des DAAD (www.daad.de).

Handbuch interner Dienstbetrieb der BA: Regelungen zur Nutzung von Kommunikationshilfen in Verwaltungsverfahren

Hör- und sprachbehinderte Menschen haben Anspruch darauf, mit Trägern öffentlicher Gewalt in deutscher Gebärdensprache, lautsprach-begleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren. Dieses Recht besteht sowohl in Verwaltungsverfahren als auch bei der Ausführung von Sozialleistungen, z.B. wenn es um Leistungen der Eingliederungshilfe oder des BAföGs geht. Die Kosten für die Kommunikationshilfen sind von der Behörde bzw. dem für die Sozialleistung zuständigen Leistungsträger zu tragen. Die Bundesagentur für Arbeit hat die internen Gestaltungsrichtlinien im "Handbuch Interner Dienstbetrieb" zusammengestellt.

Aus Hochschulen und Studentenwerken

TU Chemnitz: Erfolge bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit durch ein differenziertes Konzept und Unterstützung der Hochschulleitung

Das Inklusions- und Barrierefreiheitsteam der TU Chemnitz hat zahlreiche Service-Angebote etabliert, um die digitale Barrierefreiheit an der Universität zu verbessern. Dazu gehören neben der Umsetzung barrierefreier Webseiten und Dokumente auch umfangreiche Inhouse-Schulungen, die Einrichtung eines Netzwerks „Barrierefreiheit an der TU Chemnitz“ über die Lernplattform OPAL sowie ein wöchentliches Beratungsangebot zum Thema „Web und barrierefreie Dokumente“. Dort können sich Beschäftigte und Studierende zum Themenfeld austauschen und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln. Um diesen Prozess hin zur inklusiven Hochschule voranzutreiben, setzt die TU Chemnitz in diesem Haushaltsjahr - neben den Inklusionsmitteln des Sächsischen Wissenschaftsministeriums - erstmals auch in größerem Umfang Eigenmittel ein.

Aus den Bundesländern

Bayern: Wissenschaftsminister unterstützt Engagement für Studierende mit ADHS

Wissenschaftsminister Sibler betonte im Rahmen eines Treffens des Netzwerks „Studium und Behinderung Bayern“ mit Schwerpunktthema "Studieren mit AD(H)S" die große Bedeutung des Nachteilsausgleichs für Studierende mit Behinderungen bei Studium und Prüfungen. ADHS dürfe kein Hinderungsgrund für ein erfolgreiches Studium sein. Sibler: „Es ist mir seit vielen Jahren ein persönliches Anliegen, Studentinnen und Studenten mit Behinderung und chronischer Erkrankung bestmöglich zu unterstützen und ihre Studienbedingungen kontinuierlich zu verbessern. Sie sollen ebenso erfolgreich studieren können wie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen.“ Der Entwurf für das geplante Hochschulinnovationsgesetz in Bayern beinhalte deshalb auch eine Stärkung der Behindertenbeauftragten an den Hochschulen.

Aus Politik und Verwaltung

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Keine Diskriminierung selbstbestimmt Ungeimpfter durch 2G oder 3G

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat rechtlich geprüft, ob Personen nach dem AGG diskriminiert werden, die sich nicht impfen lassen wollen und deshalb in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt werden. Die Antwort lautet: NEIN. Es gibt keinen gesetzlich verankerten Diskriminierungsaspekt „Weltanschauung“. Diskriminierungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) können u.U. vorliegen, wenn die Impfung wegen Alter, Behinderung oder Schwangerschaft aus zwingenden medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Bundestag: Petitionsausschuss hat sich konstituiert

Wie sich Gesetze auf den Bürger auswirken, ob die Gesetze das beabsichtigte Ziel erreichen oder zu neuen Problemen führen und daher noch einmal kritisch überprüft werden sollten, oder ob der Bundestag in einem bestimmten Anliegen aktiv werden soll, das erfährt der Petitionsausschuss aus erster Hand. Jede*r kann sich mit einer Bitte oder Beschwerde an den Deutschen Bundestag wenden. Im neu konstituierten Petitionsausschuss sitzen mit Grünen-Obfrau Corinna Rüffer und Linken-Obmann Sören Pellmann zwei, die sich schon als behindertenpolitische Sprecher*in ihrer Fraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen aktiv eingesetzt haben.

Aus Verbänden und Interessengemeinschaften

Die Fachverbände der Menschen mit Behinderungen: Forderungen zur Sicherung digitaler Teilhabe

Damit Menschen mit Behinderungen die Vorteile der Digitalisierung zur Verbesserung bzw. Sicherung ihrer Teilhabe auch nutzen können, müssen aus Sicht der Fachverbände die notwendigen, auch rechtlichen, Grundlagen geschaffen werden. Ihre Vorschläge zur Aktualisierung des SGB IX umfassen auch Ergänzungen zur Sicherung der Teilhabe an digitaler (Hochschul-)Bildung (§ 112 SGB IX). Außerdem fordern die Fachverbände die Zugänglichkeit von Webseiten/Programmen/Apps, die Barrierefreiheit bei Online-Veranstaltungen sowie Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Entwicklung und Prüfung von Hardware und Software.

ONE: Jugendbotschafter*innen 2022 gesucht

Die Unterstützer*innen von ONE setzen sich nach eigenen Angaben weltweit für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 ein. Die Organisation bietet jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Chance, in einem einjährigen Jugendbotschafter*innen-Programm diese Arbeit zu unterstützen und dabei zu lernen, wie man Lobby-, Kampagnen- und Medienarbeit nutzen kann, um soziale Anliegen zu befördern. Junge Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten werden ausdrücklich zur Bewerbung ermutigt. Für 2022 können sich Interessierte noch bis 10. Januar 2022 bewerben.

Internationales

Erasmus+: Mehr Inklusion, mehr Vielfalt - Eckpunkte zur Sicherung sozialer Teilhabe beschlossen

Die Europäische Kommission hat einen Beschluss zur Festlegung eines Rahmens für Inklusionsmaßnahmen für die Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps 2021-2027 veröffentlicht. Dieser gemeinsame Rahmen gibt einen allgemeinen Überblick über Maßnahmen, die in den nächsten sieben Jahren umgesetzt werden sollen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen: Menschen mit "geringeren Chancen" für das Programm Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps zu gewinnen, indem Barrieren abgebaut werden. Dazu gehören auch Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Die nationalen Agenturen für Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps sollen Aktionspläne für Inklusion entwickeln und den Dialog mit einschlägigen Interessenträgern, insbesondere mit internationalen und nationalen Organisationen und Netzwerken im Bereich Inklusion und Vielfalt, mit Fachleuten, Menschen aus der Praxis und den Teilnehmenden selbst initiieren und verstetigen. Schon seit einer Reihe von Jahren werden Studierende mit Behinderungen durch zusätzliche Mittel im Erasmus+-Programm und allen anderen DAAD-Programmlinien unterstützt. Manchmal wird erst dadurch der Auslandsstudienaufenthalt oder ein Praktikum im Ausland mit Beeinträchtigung möglich.

Carlo-Schmid Programm: Bewerber*innen mit Behinderungen für Praktika in Internationalen und EU-Organisationen gesucht

Im internationalen Tätigkeitsbereich sollen bessere Berufs- und Aufstiegschancen für Menschen aus bislang unterrepräsentierten Gruppen - dazu gehören auch Menschen mit Behinderungen - geschaffen werden (s.o.). Das Carlo-Schmid Programm eröffnet Studierenden mit seinem Stipendienprogramm die Chance, ein Praktikum bei internationalen Organisationen, EU-Institutionen oder ausgewählten NGOs zu machen. Teilnehmende profitieren zusätzlich vom Alumni-Netzwerk mit über 700 Mitgliedern. Für viele Absolvent*innen ist es ein Sprungbrett in nationale und internationale Organisationen wie EU, UN oder Bundesministerien, aber auch in privatwirtschaftliche Unternehmen und NGOs. Studierende mit Behinderungen werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt. Im Rahmen eines Mentoring-Programms sollen die Bewerber*innen im Bewerbungsprozess unterstützt werden. Nähere Informationen gibt es für Studierende auf einer Veranstaltung am 16. Dezember (Infos s. Veranstaltungen).

Aus der Forschung

Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf: Online-Befragung von Erwachsenen im Autismus-Spektrum - Teilnehmende gesucht

Das Forschungsprojekt „BarrierefreiASS“ am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf untersucht in einer deutschlandweiten Online-Umfrage die aktuelle medizinisch-therapeutische Versorgung von Erwachsenen im Autismus-Spektrum. Dadurch sollen Versorgungsbedarfe und Versorgungsbarrieren in den Bereichen Diagnostik, Behandlung/Therapie und Assistenz erfasst werden. Im Fokus der Studie steht die Versorgungssituation von erwachsenen Autist*innen ohne intellektuelle Einschränkungen.

Uni Hildesheim + Uni Frankfurt: Befragung JuCo III für junge Leute bis 30 Jahre gestartet

Junge Menschen und ihre persönlichen Erfahrungen, Sorgen und Einschätzungen rund um Ausbildung/Studium, Familie, Freizeit und Freundschaften in der Corona-Pandemie stehen im Mittelpunkt der bundesweiten Online-Befragung der Forscher*innen aus Hildesheim und Frankfurt. Die Ergebnisse werden ggf. auch separat für junge Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen sowie anderen Beeinträchtigungen auswertbar sein. Die Teilnahme ist bis voraussichtlich 20. Dezember möglich.

Uni Leipzig und Ev. HS Dresden: Neue digitale Beratungsangebote für Studierende mit Belastungsstörungen in Vorbereitung

Mit dem Forschungsvorhaben ENHANCE (Mental Health im Kontext von Digitalisierungsprozessen an Hochschulen) wollen die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) und die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig gemeinsam digitale Beratungsangebote für Studierende mit psychischen Problemen entwickeln. Die Forschungen sollen die unterschiedlichen Formen von Belastungsempfinden und Bewältigungsstrategien bei Studierenden in den jeweiligen Phasen des Studiums (Beginn, Verlauf und Abschluss des Studiums) identifizieren. Die Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass Studierende bei psychischen Problemen weniger direkt Hilfe suchen, sondern vornehmlich Informations- und Beratungsangebote aus dem Internet nutzen. Daran will man anknüpfen und niedrigschwellige Online-Beratungsangebote entwickeln, die über Messenger-Dienste, Chatprogramme und Online-Tools vermittelt werden. Über eine Handlungsempfehlung »Gesund und smart studieren vor dem Hintergrund von Digitalisierungsprozessen an Hochschulen« sollen die gewonnenen Erkenntnisse über Sachsen hinaus übertrag- und einsetzbar werden.

Uni Hildesheim + Uni Münster: Stu.diCo II – Die Corona Pandemie aus der Perspektive von Studierenden/ Erste Ergebnisse liegen vor

Der Fokus der im Oktober veröffentlichten Studie, an der über 2.500 Studierende teilgenommen haben, liegt auf dem Wohlbefinden der Studierenden und ihrer sozialen Studiensituation. Sie setzt damit einen wichtigen Schwerpunkt, der über technische Fragen des Online-Studiums oder Einschätzungen zur Lehrqualität hinausgeht. Der vorliegende Bericht der Online-Befragung Stu.diCo II präsentiert erste Ergebnisse und deskriptive Befunde der Untersuchung – ergänzt um ausgewählte individuelle Statements der Teilnehmenden sowie Vergleichen zur vorangegangenen Befragung (Stu.diCo I). Unter anderem werden die Auswirkungen der Pandemie auf Studierende mit (diagnostizierten) psychischen Erkrankungen ausgewertet (S. 20).

DZHW: Projekt „Vulnerability of Students in Times of the Corona Pandemic“ durch die DFG bewilligt

Wie das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) mitteilt, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ihren Projektantrag zum Thema “Vulnerability of Students in Times of the Corona Pan-demic: Is Social Inequality in Higher Education Increasing?” bewilligt. Das Projekt will untersuchen, inwiefern im Rahmen der Corona-Pandemie neue soziale Ungleichheiten entstanden sind und welchen Einfluss dabei veränderte Studienbedingungen haben. Die Ergebnisse sollen helfen, Empfehlungen zur zielgenauen Unterstützung vulnerabler Studierendengruppen - dazu zählen auch Studierende mit Beeinträchtigungen und chronischen Krankheiten - in Pandemiezeiten zu formulieren.

Publikationen

Vario Wohnungen: Bezahlbar - Anpassbar - Nachhaltig

2015 starteten das Bundesbauministerium und das BBSR die Modellvorhaben "Variowohnungen". Ziel war es, Brücken zwischen innovativen Wohnkonzepten, unternehmerischem Handeln und sozialem Engagement beim zukunftsfähigen Wohnen zu schlagen. Es sollten Wohnkonzepte entwickelt werden, die individuelle mit gemeinschaftlichen Wohnformen kombinieren, die ökologisch nachhaltig und zugleich bezahlbar sind. Wohngrundrisse sollten so anpassbar sind, dass sie sich später auch für andere Nutzergruppen eignen – etwa Seniorinnen und Senioren oder Familien. Deshalb spielt auch der Aspekt bauliche Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. 18 Pilotprojekte wurden gefördert und beforscht – darunter die Wohnanlage für Studierende des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal an der Max-Horkheimer-Straße und die Wohnanlage des Studierendenwerks AKAFÖ an der Laerheidestraße in Bochum. Beide Projekte wurden vom Bund Deutscher Architekten (BDA) als „vorbildliche Bauten“ mit Architekturpreisen ausgezeichnet. Eine Publikation stellt die Bauvorhaben differenziert vor und definiert Gelingensbedingungen.

Studium und Behinderung in den Medien

jetzt: "Die Gefühle waren so unerträglich stark"

Alex Jeanne, 33, hat Borderline. In der Reihe „Talking Minds“ erzählt sie, wie sie damit zu leben gelernt hat. Sie wünscht sich, dass das Thema psychische Erkrankung kein Tabu mehr ist.

ZDF-Beitrag: Studieren mit Behinderung in Marburg

In der ZDF-Reihe "einfach Mensch" berichtet eine Psychologiestudentin im Rolli über die inklusiven Studienbedingungen an der Universität Marburg und die Vorzüge des Konrad-Biesalski-Hauses mit angeschlossenem Pflegedienst des Studentenwerks Marburg. 

Termine

Virtueller Stammtisch „Promovieren mit Behinderungen/chronischen körperlichen/psychischen Erkrankungen“

Aus dem Projekt "PROMI – Promotion inklusive" heraus ist ein virtueller Stammtisch für Promotionsinteressierte, Promovierende und Promovierte mit Behinderungen/chronischen körperlichen/psychischen Erkrankungen entstanden. Der Stammtisch bietet Raum u.a. für Austausch über die Arbeit in der Wissenschaft, Herausforderungen des Promovierens, Finanzierungsmöglichkeiten, das Leben an der Hochschule und Jobperspektiven. Bei Interesse an einem individuellen Austausch zu den vielfältigen Fragen rund um die Promotion mit Behinderungen, chronischer körperlicher und/oder psychischer Erkrankung bieten die Promovierenden und Promovierten des PROMI-Projekts außerdem Peer-Beratungen für Einzelpersonen an.

Termin: Stammtisch alle zwei Monate (19.00 Uhr); nächster Stammtisch: 14.02.2022
Ort: ZOOM-Veranstaltung
Veranstalter: Stammtisch PROMI-Promotion inklusive
Zielgruppe: Promotionsinteressierte, Promovierende und Promovierte mit Behinderungen/chronischen körperlichen/psychischen Erkrankungen

Alumni-Netzwerk des Carlo-Schmid-Programms: Förderung von Auslandspraktika für Studierende - Infoveranstaltung

Das Alumni Netzwerk des Carlo-Schmid Programms (CSP), das Praktika in Internationalen und EU-Organisationen fördert, hat es sich zur Aufgabe gemacht, potenzielle Bewerber*innen aus unterrepräsentierten Gruppen über das Stipendienprogramm gezielt zu informieren und zur Bewerbung zu motivieren. Im Rahmen eines Mentoring-Programms sollen Bewerber*innen individuell unterstützt werden. In einer Info-Veranstaltung werden die Programme interessierten Studierenden vorgestellt (s. auch Tipps unter "Internationales").

Termin: 16. Dezember (19 - 20 Uhr)
Ort: ZOOM-Veranstaltung; Einwahllink: https://us06web.zoom.us/j/87347018469?pwd=Qlc4bWFDU0taSHhJK0RHeWMvendHZz09 (Meeting ID: 873 4701 8469/Passcode: 051786)
Veranstalter: Alumni Netzwerk des Carlo-Schmid-Programms
Zielgruppe: Studierende mit Behinderungen/chronischen Krankheiten mit Interesse an einem Auslandpraktikum

Sehgeschädigtenzentrum des KIT Karlsruhe: "Mein Profil - ein ganz anderes Bewerbungstraining. Das Seminar für Menschen mit Sehbeeinträchtigung"

Wie thematisiert man die eigene Sehbehinderung oder Blindheit bei der Jobsuche? Das Berufsplanungsverfahren Life/Work Planning (LWP) bietet hierzu praktische und erprobte Lösungen, die in dem viertägigen Kompakt-Seminar des SZS Karlsruhe vorgestellt werden.

Termin: Fr/Sa, 21./22. Januar (16 – 17.30/ 9 – 17.30) + Fr/Sa, 28./29. Januar 2022 (16 – 17.30/ 9 – 17.30)
Ort: ZOOM-Seminar; Anmeldung bis 3. Januar 2022
Veranstalter: SZS des KIT, LWP-Trainer: Marc Buddensieg
Kosten: 60 EURO
Zielgruppe: Studierende/Hochschulabsolvent*innen/Jobsuchende mit Sehbeeinträchtigungen

Uni Würzburg: Seminar „Psychische Erkrankungen bei Studierenden – wie erkenne ich sie und wie gehe ich damit um?“

Das Seminar will Lehrenden und Hochschulbeschäftigten Grundkenntnisse über die wichtigsten psychischen Erkrankungen, ihre Hintergründe und Erscheinungsformen vermitteln. Ziel ist es, Unsicherheiten im Umgang mit Studierenden mit psychischen Erkrankungen abzubauen. Die Teilnehmenden lernen ein Konzept für ein strukturiertes Gespräch mit psychisch erkrankten Studierenden kennen.

Termin: 16. Februar 2022 (10.00 - 12.00 Uhr)
Ort: Online-Veranstaltung (Teilnehmer*innen: max. 20)
Veranstalter: KIS Würzburg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jörg Wolstein, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie der Universität Bamberg
Zielgruppe: Lehrende und Hochschulmitarbeitende, insbesondere der Bayerischen Hochschulen, aber auch buchbar für Lehrende und Hochschulmitarbeitende aus anderen Bundesländern (Teilnehmerbeitrag für Nicht-Bayern: 100 EURO)

myAbility-Talent-Programm: Karriereplanung für Studierende und Hochschulabsolvent*innen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten

Für die Dauer eines Semesters profitieren die myAbility Talents von umfassenden Karriere-Coachings und vielfältigen Networking-Möglichkeiten mit namhaften Unternehmen. Das Programm wird an unterschiedlichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt.

Termin: Bewerbung für die einzelnen Standorte bis ca. Anfang Februar 2022 möglich (Näheres s. Informationen)
Ort: pandemiebedingt vornehmlich digitale Formate
Veranstalter: myAbility Social Enterprise GmbH
Zielgruppe: Studierende kurz vor Studienabschluss und Hochschul-Absolvent*innen mit Behinderungen/chronischen Krankheiten

Uni Hamburg: 5. Workshop „Erstellung barrierefreier Dokumente für Studium und Beruf“ - Call for papers

Zum 5. Mal wollen sich Expert*innen zum Thema "Barrierefreie Dokumente" in Hamburg austauschen. Es sollen auch diesmal zwei Ebenen miteinander verbunden werden: der Erfahrungsaustausch und die Konzeptentwicklung eines inklusiv ausgerichteten Netzwerks von Umsetzungsdiensten und/oder befugten Stellen einerseits und die Vorstellung und Diskussion von Neuigkeiten aus der Forschung und zu Lehr- und Weiterbildungskonzepten zur Erstellung barrierefreier Dokumente für Studium und Beruf andererseits. Vorschläge für konkrete Themen/Vorträge/Workshops sind ausdrücklich erwünscht.

Termin: 29./30. April 2022
Ort: Uni Hamburg/ geplant als Präsenzveranstaltung
Veranstalter: Interdisziplinäres Wissenschaftler*innen-Team der Uni Hamburg (Näheres unter "Informationen")
Ansprechpartnerin: Dr. Susanne Peschke / [email protected] / 040-42838-8386
Zielgruppe: Forscher*innen, Berater*innen, im Themenfeld Aktive

14.12.2021

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