Studentische Wohnanlagen in Erfurt eröffnet

Der neue Wohnkomplex in der Nordhäuser Straße 78 und 79 in Erfurt bietet zum neuen Semester insgesamt 305 Studierenden eine campusnahe Unterkunft. Die Gebäude wurden gemeinsam vom Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, und der Abteilungsleiterin im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, Christine Hammann, am 16. Oktober feierlich eröffnet. „Die beiden Wohnanlagen tragen dazu bei, modernen, attraktiven Wohnraum zu bezahlbaren Preisen für Studierende anzubieten und damit auch die Attraktivität des Studienstandortes Erfurt zu erhöhen“ erklärt Ralf Schmidt-Röh, Geschäftsführer des Studierendenwerks Thüringen.

Neues Leben in ehemals alten Gebäuden

Das Gebäude der ehemaligen Zahnklinik stand seit 2005 leer und bedurfte umfangreicher Umbau- und Sanierungsarbeiten. Die bisherige Struktur eines Mittelgangs blieb dabei erhalten. Von diesem ausgehend können die Mieterinnen und Mieter ihre Wohneinheiten erreichen. Es wurden Appartements und gemeinschaftliche Wohneinheiten mit zwei bis vier Zimmern für insgesamt 247 Studierende geschaffen, wobei allen ein eigener Sanitärbereich zur Verfügung steht. Die Einrichtung von rollstuhlgerechtem Wohnraum ist möglich. Mehrere Aufzüge und ein barrierefreier Hauseingang sind vorhanden.

Im Gebäude des früheren Blutspendezentrums entstanden Zwei- und Vierzimmer-Wohngemeinschaften für 58 Studierende. Auch in diesem Haus verfügt jedes Zimmer über eine eigene Sanitärzelle. Zur Schaffung der Wohnraumkapazitäten wurden die Grundrisse des Gebäudes verändert und ein Staffelgeschoss aufgebaut. Die Wohnungen sind von außen über neuerrichtete Laubengänge erreichbar.

In beiden Wohnanlagen können mehrere Gemeinschaftsräume als kommunikative Treffpunkte genutzt werden. Des Weiteren stehen Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung. Für alle Mieterinnen und Mieter wurde auch ein Fahrradstellplatz errichtet.

Die Kosten für beide Gebäude, einschließlich Grunderwerb, betragen insgesamt 18 Millionen Euro. Dafür haben das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat aus dem Programm „Modellvorhaben nachhaltiger und bezahlbarer Bau von Variowohnungen“ ca. 4,2 Mio. Euro und das TMWWDG über eine Investitionsvereinbarung ca. 5,4 Mio. Euro beigesteuert. Die restlichen Mittel werden vom Studierendenwerk aufgebracht.

16.10.2019