Hochschulpolitik

Studentenwerke Niedersachsen fordern Nothilfefonds für Studierende niedersächsischer Hochschulen

Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke (ARGE) warnt, dass Studierende, die sich bisher mit Nebenjobs den Lebensunterhalt finanziert haben, aufgrund der Corona-Pandemie und dem Wegbrechen vieler Verdienstmöglichkeiten in akute existentielle Engpässe geraten sind. Die fünf niedersächsischen Studentenwerke wendeten sich daher kürzlich mit einem gemeinsamen Brief an Wissenschaftsminister Björn Thümler.

„Allein das Studentenwerk Göttingen hat am Montag, den 23. März 2020, über 300 Anfragen von Studieren-den erhalten, die sich in einer echten Notlage befinden“, mahnt der Sprecher der ARGE und Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen, Prof. Dr. Jörg Magull. Es gäbe in Niedersachsen aktuell rund 212.000 Studierende, von denen etwa 49.000 zwingend auf einen Nebenjob angewiesen seien, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, führt er aus. Durchschnittlich verdienen die Studierenden dabei 385 Euro im Monat – das haben Erhebungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) ergeben.

„Selbst, wenn die Sozialdienste der niedersächsischen Studentenwerke eigene Hilfsfonds auflegen würden, überschreitet die Zahl der derzeit akut bedürftigen Studierenden die Leistungsfähigkeit der Studentenwerke um ein Vielfaches“, erläutert Magull.

Daher schlägt die ARGE der Landesregierung vor, so schnell wie möglich einen Nothilfefonds für niedersächsische Studierende in Höhe von 19 Mio. Euro aufzulegen und dessen Mittel über die niedersächsischen Studentenwerke schnell und möglichst unbürokratisch auszuzahlen.

„Wer in finanzielle Not geraten ist, dem versuchen wir rasch zu helfen“, versichert Jörg Magull und erinnert an eine der Kernaufgaben der Studentenwerke, Studierende wirtschaftlich und sozial zu fördern – so sieht es das Niedersächsische Hochschulgesetz vor.

31.03.2020