Hochschulpolitik

Studentenwerke fordern Bund-Länder-Programm für die soziale Infrastruktur

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studentenwerke fordern einen weiteren Hochschulpakt eigens für die soziale Infrastruktur. Bund und Länder müssen, so die Forderung, analog zu den Hochschulpakten auch die Wohnheim-, Mensa-, Beratungs- und Kita-Kapazitäten der Studentenwerke ausbauen.

Darauf verständigen sich die rund 150 Delegierten aus allen Studentenwerken Deutschlands auf ihrer Jahresversammlung am 3. und 4. Dezember 2014 in Berlin. Über ihren Verband, das Deutsche Studentenwerk (DSW), formulieren sie ihre Erwartungen an Bund und Länder.

Angesichts des Rekordhochs von Studierenden und dem Ziel von Bund und Ländern, die Zahl der ausländischen Studierenden bis zum 2020 auf 350.000 zu erhöhen, fordern die Studentenwerk ein Bund-Länder-Programm für rund 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze. Der dafür benötigte staatliche Investitionszuschuss beträgt rund 800 Millionen Euro.

Für den Ausbau und den Erhalt ihrer Mensakapazitäten veranschlagen die Studentenwerke rund 200 Millionen Euro jährlich. Außerdem fordern sie 120 zusätzliche Beraterinnen und Berater.

„Bund und Länder müssen endlich gemeinsam die soziale Infrastruktur ausbauen, so wie sie gemeinsam die Studienplatzkapazitäten ausbauen“, begründet DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann die  Forderungen. „Die soziale Infrastruktur gehört mit in die Hochschulpakt-Finanzierung.“

04.12.2014