Auszeichnung

Studentenaustausch des Studentenwerks Freiberg ausgezeichnet

Das Studentenwerk Freiberg und die Staatliche Universität Südural wurden für das seit 2007 laufende Projekt zur Völkerverständigung zwischen dem russischen Tscheljabinsk und sächsischen Freiberg vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ausgezeichnet. Der Austausch führt russische bzw. deutsche Studenten für drei Wochen an den jeweils anderen Standort. Dort lernen sie Sprache, Kultur und Universität kennen und haben die Möglichkeit, sich auf ein Teilstudium am Gaststandort vorzubereiten. Die Auszeichnung am 15.09.2020 im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Deutsch-Russischen Themenjahrs der Hochschulkooperation und Wissenschaft statt.

Neben dem Austausch, an dem mittlerweile mehr als 300 Studierende teilnahmen, konnten einige weitere Kooperations-Projekte zwischen Tscheljabinsk und Freiberg durchgeführt werden: Es entstand unter anderem ein Film über die Orgel in Tscheljabinsk, die in Sachsen gebaut wurde, weiterhin ein Dokumentarfilm über einen deutschen Kriegsgefangenen, der eine Zeitlang in der Nähe von Tscheljabinsk in Gefangenschaft war und der niemals Russland einen Vorwurf machte, sondern immer die faschistischen Kriegstreiber anprangerte.

Ebenso konnten auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Freiberg durch Recherchearbeit einige verstorbene Tscheljabinsker Soldaten, die bisher nur mit ihrer Identifikationsnummer begraben waren, ihren Namen zurückerhalten. Es war den Verwandten dieser Männer eine unaussprechliche Erleichterung, nach so vielen Jahrzehnten zu erfahren, dass ihre Vorfahren eine würdige letzte Ruhestätte erhalten haben.

Die jüngste – nunmehr wissenschaftliche – Zusammenarbeit ist derzeit noch nicht veröffentlicht und behandelt die unterschiedlichen Erfahrungen von Studierenden in der Pandemie-Quarantänezeit und vergleicht diese zwischen den unterschiedlichen Nationen (teilgenommen haben neben deutschen und russischen auch chinesische und italienische Studierenden).

16.09.2020