Studierden mit Kind

Kitas des Studentenwerks Dresden feiern Jubiläen

Außenbereich einer Kita. 1972 – also vor 50 Jahren - wurde am Beutlerpark in der Südvorstadt in Dresden ein Kindergarten und eine Kinderkrippe mit insgesamt 240 Plätzen durch die TU Dresden eröffnet. 1995 übernahm das Studentenwerk Dresden zunächst den Krippenbereich, 2002 erfolgte dann die Anerkennung als Freier Träger der Jugendhilfe. Seitdem betreibt das Studentenwerk Dresden die gesamte Kindertageseinrichtung.

In der Kita SpielWerk, wie sie seit 2010 heißt, werden vorrangig Kinder von Studierenden der Dresdner Hochschulen durch 30 pädagogische Fachkräfte betreut. Die Kita hat heute 178 Plätze. Von den Eltern sind ca. ein Viertel Angehörige der TU Dresden und von Forschungsinstituten. Die hohe Betreuungsqualität für den jüngsten „wissenschaftlichen Nachwuchs“ zeichnet sich u. a. durch eine lebensweltorientierte, kultursensible Pädagogik mit situationsorientiertem Ansatz aus. Herausragende Bedeutung hat die alltagsintegrierte Sprachförderung, da die Kinder aus über 20 Nationen mit 15 verschiedenen Familiensprachen kommen. Die Kita nimmt jedes Jahr am Bundesweiten Vorlesetag teil, an dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studentenwerks aus ihren Lieblingskinderbüchern vorlesen. Ein weiteres Merkmal der Kita  SpielWerk ist die frühe Bildung im MINT-Bereich. So beteiligt sich die Kita, unterstützt durch die Handwerkskammer Dresden, seit zwölf Jahren aktiv an der bundesweiten Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ und wurde inzwischen sechs Mal als solches zertifiziert.

Im Jahr 2007 – also vor 15 Jahren – weihte das Studentenwerk Dresden seine zweite Kindertageseinrichtung ein, um ein zusätzliches Angebot für Kinder im Krippenalter zu schaffen. Die Kita Miniforscher am Zelleschen Weg bietet inzwischen 70 Plätze für Kinder im Alter von neun Wochen bis 3 Jahre, die von 17 pädagogischen Fachkräften betreut werden.

Bei einer feierlichen Veranstaltung anlässlich der Jubiläen der beiden Kitas wurde der Elternschaft sowie internen und externen Partnern gedankt, aber auch über die Herausforderungen gesprochen, die in den vergangenen Jahren gemeistert werden mussten. So kam es in der Zeit des Bestehens der Einrichtungen wegen Havarien und Sanierungsmaßnahmen mehrfach zu Auslagerungen. Die Jahre 2020 und 2021 waren von der Corona-Pandemie geprägt und haben den Kita-Teams enorm viel abverlangt. Romy Harazim, Leiterin der Kita SpielWerk: “Seit 2006 arbeiten die Kitas nach dem Sächsischen Bildungsplan, Themen wie Kinderschutz, Inklusion, Diversität, interkulturelle Arbeit, Praxisanleitung, Dokumentationspflichten sind seitdem gewachsen. Hinzukommen gesellschaftliche Veränderungen wie Schnelllebigkeit, Individualisierung und damit verbundene Anspruchshaltung, Digitalisierung. Die Pandemie hat da wie ein Brennglas gewirkt und alles deutlicher zum Vorschein gebracht.“ Das Studentenwerk Dresden wird weiterhin die engagierte Arbeit in den  Kindertageseinrichtungen unterstützen und die entsprechend notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Anmeldungen für die Kitas SpielWerk und Miniforscher sind ganzjährig über das Kita-Portal der Landeshauptstadt Dresden möglich.

12.12.2022