Jubiläum

Für das Wohl der Studierenden, seit 1919

Mit einer Festveranstaltung in seiner „Campo“-Campusmensa Poppelsdorf feiert heute Donnerstag, 19. September 2019, das Studierendenwerk Bonn sein 100-jähriges Bestehen. Dies teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland.

Am Anfang ging es um eine warme Mahlzeit: Als die Stadt Bonn im Juli 1919 eine Kriegsküche im Hauptgebäude der Universität Bonn schließen wollte, übernahmen Studenten kurzerhand den Betrieb und gründeten die „Mensa academica“. Kurz danach wurde der Verein „Studentenwohl“ gegründet, aus dem in den Jahrzehnten danach das heutige Studierendenwerk Bonn hervorging. Es feiert sein 100-jähriges Bestehen in Anspielung auf den Vereinsnamen mit dem Motto „Für Euer Wohl. Seit 1919“.

Der damalige Rektor der Universität Bonn, der katholische Theologe Fritz Tillmann (1874 – 1953), gehörte zu den Unterstützern der ersten Stunde; 1923 wurde er Vereinsvorsitzender.  Nach Tillmann wurde auch ein 1923/1924 gebautes Studentenhaus in der Bonner Südstadt benannt. Dort, im Straßencarré Lennéstraße, Nasse- und Kaiserstraße hat das Studierendenwerk Bonn bis heute seinen Hauptsitz.

„Studierende und Lehrende, die gemeinsam anpacken und dafür sorgen, dass Studieren gelingt: Das Beispiel des Studierendenwerks Bonn zeigt wie im Brennglas die Geschichte aller Studenten- und Studierendenwerke“, erläutert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), welches seinerseits 1921 gegründet wurde.  „Sie entwickelten sich von ihren Anfängen als Selbsthilfeinitiativen zu den sozialen Dienstleistungs­unternehmen des öffentlichen Bildungssektors, die sie heute sind.“

Das Studierendenwerk Bonn mit seinen rund 400 Beschäftigten unterstützt heute als Anstalt des öffentlichen Rechts mit staatlichem Sozialauftrag rund 47.000 Studierende in Bonn und an drei weiteren Hochschulstandorten; es betreibt fünf Mensen und zehn Cafeterien, bietet rund 3.700 Wohnheim-plätze und betreut in fünf Kindertagesstätten 231 Studierenden-Kinder. Es versteht sich als „Eigentümer-Studierendenwerk“ mit rund 50 Liegenschaften, vor allem Mensen und Wohnheime.

19.09.2019