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Studierende für Studierende

Fünf Preisträger-Beispiele

Fünf prämierte Projekte, die zeigen, wie entscheidend ehrenamtlich engagierte Studierende die Studien- und Lebensbedingungen auf dem Campus verbessern.

Arbeiterkind.deGruppenfoto der Preisträger

Junge Menschen, die als erste in ihrer Familie studieren wollen, finden schwer einen Zugang zur Hochschule, weil es ihnen an notwendigen Informationen und familiärer Unterstützung fehlt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Projekts „arbeitkind.de“ fangen dieses Defizit auf. Für Abiturient/innen, die ein Studium aufnehmen möchten, aber noch unsicher sind, werden zum Beispiel Treffen und Stammtische organisiert. Studierende stehen Studienanfänger/innen ehrenamtlich zur Seite und begleiten sie beim Start ins Studium. Mentoren/innen helfen unter anderem bei der Strukturierung des Stundenplans oder bei Finanzierungsfragen. Dieses Projekt bekam beim 4. Wettbewerb 2009/2010 eine Auszeichnung.

Zuhörtelefon

Ehrenamtlich engagierte Studierende helfen anderen Studierenden, die dringend jemanden zum Reden brauchen, indem sie ihnen nachts am Telefon zuhören. Das Zuhör- und Informationstelefon, auch Nightline genannt, bietet Studierenden die Möglichkeit, sich Probleme von der Seele zu reden. Das Modell macht Schule, die Zahl der Nachahmer nimmt bundesweit zu. Das DSW zeichnete die Team-Mitglieder des Projekts „Nightline Heidelberg“ für ihr Engagement im Rahmen des 1. Wettbewerbs 2003/2004 aus.

Gruppenbild nach der Preisübergabe mit dem Preisträger Narcisse Njoya NgatatHilfe für internationale Studierende

Ein Studierender begleitet seine Kommiliton/innen aus dem Ausland bei Behördengängen, hilft ihnen, Kontakte zu deutschen Studierenden zu knüpfen. Er setzt sich dafür ein, dass Notquartiere eingerichtet werden, die Neuankömmlinge während der schwierigen Wohnungssuche nutzen können, und gibt weitere Hilfestellungen, um Studierenden aus dem Ausland das Studium in Deutschland zu erleichtern. (Narcisse Nyoya Ngatat, Preisträger des 4. Studentenwerkspreises 2009/2010)

Unizwerge

Die Mitglieder der studentischen Eltern-Initiative „Unizwerge“ setzen sich ehrenamtlich für mehr hochschulnahe Kita-Plätze ein. Sie engagieren sich für kindgerechte Einrichtungen in den Mensen, für flexible Öffnungszeiten in den Kitas und  schaffen Foren für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Eltern. Außerdem organisieren sie Kinderbetreuung, die auf Gegenseitigkeit beruht. Den „Unizwergen“ ist es zu verdanken, dass die Technische Universität Braunschweig in Kooperation mit dem Studentenwerk OstNiedersachsen zwei Krippen mit 15 Plätzen einrichteten konnte. Die Eltern-Kind-Initiative gibt es seit 2004. Die Mitglieder dieses Projekts gehörten beim 2. Wettbewerb 2005/2006 zu den Preisträger/innen.

Hochschulführer „Studierende mit Handicap“

Generalsekretär Meyer auf der Heyde bei der Laudatio für Sebatian Müller

Sebastian Müller von der Hochschule Regensburg erstellte einen 80-seitigen Hochschulführer, der eine Übersicht über Zugangsmöglichkeiten für Studierende mit Handicap zu Hörsälen, Seminarräumen und zentralen Einrichtungen der Hochschule wie auch über Beratungsmöglichkeiten rund um das Thema Studieren mit Behinderung gibt. Dieses Projekt wurde beim 5. Wettbewerb 2011/2012 ausgezeichnet.

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