Nachhaltigkeit

Erster Nachhaltigkeitsbericht des Studierendenwerks Hamburg

In seinem ersten Bericht zur Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung steckt sich das Studierendenwerk Hamburg ehrgeizige Ziele für ein klimafreundlicheres Handeln: Neben umwelt- und ressourcenschonenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich des studentischen Wohnens oder CO2-Einsparungen durch klimafreundliche Gerichte in der Hochschulgastronomie werden bereits aktive Maßnahmen aus allen Leistungsbereichen beleuchtet und konkrete Ziele und Vorhaben für die nächsten Geschäftsjahre festgelegt.

Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, erläutert das Vorhaben: „Unser Verständnis von Nachhaltigkeit begründet sich in den drei Grundpfeilern Ökologie, Ökonomie und Soziales. Dabei stehen besonders Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz in der ökologischen Dimension im Vordergrund. Durch bewusstes Handeln tragen wir zur CO2-Reduktion bei und streben das Ziel der Klimaneutralität an."

Klimaschutz in der Hochschulgastronomie

Bei der Speisenzubereitung für über 20.000 Gäste täglich achtet das Studierendenwerk Hamburg auf den Einkauf und die Verarbeitung regionaler und saisonaler Produkte. Der schon jetzt hohe Anteil an veganen und vegetarischen Gerichten soll zukünftig deutlich über 50 Prozent des gesamten Angebots ausmachen – eine rein vegetarisch-vegane Mensa inklusive.

Hinzu kommt der Ausbau besonders nahrhafter Alternativen wie Tofu, Seitan, Hülsenfrüchte aber auch „Future Food“ wie Insektenburger. Bio- und Fairtrade-Ware wie Kaffee, Tee und Bananen tun nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern ermöglichen faire Arbeitsbedingungen und Löhne. Doch auch durch bewusste Müllvermeidung, die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, den Einsatz energiesparender Spül- und Kochgeräte und durch energieeffiziente Mensa-Sanierungen trägt das Unternehmen dazu bei, Ressourcen zu schonen und den CO2-Fußabdruck zu verringern.

Energie- und ressourcenschonend Bauen und Sanieren

Neben energie- und ressourcenschonendem Bauen nach Passivhausstandards, dem Einsatz von Holzbauten und Öko-Beton in Verbindung mit weiteren ökologischen, umweltfreundlichen Materialien legt das Studierendenwerk besonders großen Wert auf energieeffizientes Sanieren bestehender Wohnanlagen, gastronomischer Betriebe und Verwaltungsgebäude. 100 Prozent Ökostrom, Solaranlagen und modernisierte Elektrotechnik sowie Heizanlagen tragen dazu bei, die CO2-Belastung zu senken und ressourcen- sowie kostensparend zu agieren.

Wohnen mit Weitblick

Sharing-Konzepte wie Kleidertauschmärkte oder Food-Sharing-Regale tragen zum umweltbewussten Gemeinschaftsleben in den Wohnanlagen des Studierendenwerks bei, gemeinsame Pflanzaktionen, Kochabende und Unterstützung durch Tutor:innen-Programme fördern die Community – alles zu fairen und sozialen Mieten. Umweltbewusste Mobilität unterstützt das Studierendenwerk durch Fahrradreparaturstation an vielen Wohnanlagen und auf dem Campus. 2021 zeichnete die UmweltPartnerschaft Hamburg die Reparaturstationen als Best-Practice-Beispiel aus.

Soziale Verantwortung

Der Familienservice des Studierendenwerks bietet neben familienfreundlichen Wohn- und Essensangeboten Kinderbetreuung für studierende Eltern und Mitarbeiter:innen der Hochschulen in fünf Kitas. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind bereits in der frühkindlichen Entwicklung ein wichtiger Bestandteil des Erziehungskonzepts. Unabhängige, kostenfreie und anonyme Beratung erhalten Ratsuchende in den Beratungszentren zu Themen wie Studentisches Wohnen, Studienfinanzierung oder Soziales und Internationales – individuell angepasst an die jeweiligen Lebensumstände. Das Studierendenwerk Hamburg ist sich zudem seiner Verantwortung als zukunftsweisender Arbeitgeber bewusst: Umfangreiche Sozialleistungen, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebssport sowie diverse Benefits für Mitarbeitende machen das Unternehmen zu einem attraktiven, vorausschauenden Arbeitgeber. Das Studierendenwerk Hamburg ist zudem Mitglied im Ökoprofit-Club und der UmweltPartnerschaft Hamburg.

Nachhaltig in Administration, Einkauf und Verwaltung

Mithilfe des anhaltenden Digitalisierungsprozesses wird die papierlose Bearbeitung von Anträgen vorangetrieben sowie Beratungen über große Distanzen ermöglicht, beispielsweise über Video-Telefonie. Neue technische Geräte wie Tablets in den Wohnanlagen erleichtern den Mitarbeiter:innen Ein- und Auszüge und ersparen sowohl dem Personal als auch den Bewohner:innen Zeit und Aufwand. Auch zukünftig wird das Studierendenwerk Hamburg neben Präsenz im Büro Video-Konferenzen und mobiles Arbeiten fördern. So werden Zeit eingespart und Fahrtwege reduziert. Ein bewusster und ressourcenschonender Einkauf von Büromaterialien ist fest verankert in den Leitlinien des Studierendenwerks.

13.01.2022