Studieren mit Beeinträchtigung

Chancengleichheit für Studierende mit Behinderung - Weitere Fortschritte der hessischen Studierenden- und Studentenwerke

Die fünf hessischen Studierenden- und Studentenwerke betreuen jeweils autonom insgesamt rund 224.000 Studierende an hessischen Hochschul-Standorten. Sie sprechen aber auch regelmäßig mit einer Stimme, wenn es gilt, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur „rund ums Studium“ mit dem Blick aufs Ganze sicherzustellen und weiterzuentwickeln.

So auch beim wichtigen Thema Inklusion: Gemeinsames Ziel ist es, chancengerechtere Zugangs- und Studienbedingungen für Studierende mit Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen herzustellen.

Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg und Sprecher der hessischen Studierenden- und Studentenwerke sagt dazu: „Als Landesarbeitsgemeinschaft haben wir die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Sinne der Betroffenen breit angelegt. Unsere Maßnahmen entwickeln wir zwar vor Ort, prüfen dann aber auch, was sich transfe-rieren lässt, diskutieren Best-Practice-Projekte und teilen Ideen. Wir geben wechselseitig Einblick und lassen uns anregen. An Beispielen herrscht kein Mangel, digitale Barrierefreiheit ist nur eines der vielen Stichworte:

 

  • Im Rahmen einer umfangreichen FAQ-Reihe wurde in Darmstadt die Online-Rubrik ‚Studieren mit Behinderung‘ entwickelt
  • In Frankfurt am Main entsteht ein neues barrierefreies Verwaltungsgebäude, taktile Beschilderung und elektronische Tür-Öffnung inbegriffen. Bezug: ab August 2022.
  • Das Studentenwerk Gießen baut zwei Wohnheime mit insgesamt 13 barrierefreien Wohnheimplätzen als Einzelappartements und WG-Zimmer nach DIN 18040.
  • Das Studierendenwerk Kassel passte seine Online-Speisepläne an die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbeeinträchtigung an. Zusätzlich ergänzt ein taktiles Leitsystem die Beschilderung im Beratungsbereich.
  • Das Studentenwerk Marburg macht mit einer Video-Kampagne gemeinsam mit den Bewohnern des integrativen Wohnheims Konrad-Biesalski-Haus auf den Service des Hauses und die damit verbundenen Möglichkeiten für Studierende mit Handicap aufmerksam.

Auf den jeweiligen Internetseiten lassen sich die Fortschritte gut nachvollziehen, außerdem wird deutlich, wie wir arbeiten, erweitern und optimieren. Ab 2024 wird dann das bisher Erreichte gemeinsam evaluiert“, so Grebe weiter.

10.12.2021