Blogprojekt „Kein Platz für Hass und Vorurteil: Rassismus und Populismus im Alltag und Internet“

Die 20 Teilnehmer/-innen aus Deutschland und Frankreich wurden beim Erstellen ihrer Beiträge durch die Jugendpresse Deutschland e.V. sowie von Kommunikation und Medien e.V. Freiburg professionell unterstützt. Das große Engagement der Studierenden während des Projektes hat gezeigt, wie wichtig die Themen für die Teilnehmenden sind.

Vorausgegangen waren der Entwicklung der Beiträge verschiedene Online-Module mit Werkstatt-Charakter unter professioneller Anleitung. Die Themen:

  • Online-Workshop I: „Populismus und Rassismus“
  • Online-Workshop II: „Journalistische Einführung – Briefing rassismuskritische 
  • Berichterstattung“
  • Online-Workshop III: „Medientechnik - Spot on Rassismus und Populismus" - Produktion eines Kurzfilms zum Thema“
  • Mitarbeit in den zwei Online- Lehr- und Lernredaktionen „Blogredaktion“ sowie „Filmredaktion“

Die Online-Konzeption des Projekts erwies sich bei der Umsetzung als elementar. Durch die Online-Teilnahme konnte auch die Vernetzung des Projekts von Kapstadt/Südafrika über Frankreich und Deutschland bis nach Finnland ermöglicht werden.

Die Arbeitssprachen im Projekt waren Französisch, Deutsch und Englisch. Außerdem ist es gelungen, Studierende aus grenzüberschreitenden deutsch-französischen Studiengängen aller oberrheinischer Universitäten für das Projekt zu gewinnen.

Einige Beispiele aus dem Blog: 

Beiträge aus der Redaktion: Wo sich Populist*innen und Rechtsextreme in sozialen Netzwerken darstellen und wie sich diese „verstecken“, beschreibt der Kommentar von Nicole Kauer.

Autorin Lola Beauchêne wiederum folgt einem alten Brief ihres Urgroßvaters, in dem er ihr von seiner Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die Nationalsozialisten berichtet. Jahre später besucht Lola selbst das Lager und appelliert an die Leser*innen, die Gräueltaten von damals nicht zu vergessen damit sich diese und ähnliche Ereignisse zukünftig nicht wiederholen.

Ein Erfahrungsbericht:

In einer Zeit, in der sich unzählige Menschen online zur „Black Lives Matter“ Bewegung bekennen und sich öffentlichen Demonstrationen anschließen, ist Rassismus im Alltag stets real. Die deutsch-französische Freiwillige Lena Jüngel setzt sich mit persönlichen Rassismuserfahrungen auseinander und reflektiert deren Bedeutung mit ihrem Text „Nichts gesehen, nichts gemacht, mitgemacht?“

Beitrag aus der Filmredaktion:

Der Kurzfilm „The White Privileg Game Show“ lädt ein in eine merkwürdige Fernsehshow. Den Showteilnehmer*innen werden Fragen gestellt wie „Wer ist am weißesten?“ – „Who is the whitest?“ oder welche Kandidat*innen haben rassistisch motivierte Nachteile im Alltag zu befürchten? Und wie steht es mit der zum alltagsrassistischen Repertoire gehörenden Frage: Wo kommst du eigentlich her? Ein überraschendes Finale der Show erwartet die Zuschauer*innen.

Das Projekt wurde vom deutsch-französischen Jugendwerk finanziell unterstützt.

22.01.2021