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Wohnraummangel

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 58 Studenten- und Studierendenwerke appellieren an Bund und Länder, über einen gemeinsamen Hochschulsozialpakt oder im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung den Neubau und die Sanierung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende zu realisieren und so deren Wohnsituation zu verbessern.

Das Vergaberecht müsse überdies vereinfacht, Kommunen und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sollten den Studentenwerken Liegenschaften kostenfrei überlassen, so die Forderungen der rund 150 Delegierten aus den Studenten- und Studierendenwerken, die sich am 4. und 5. Dezember 2018 in Berlin zur DSW-Mitgliederversammlung trafen.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Die Wohnungsmärkte in vielen Hochschulstädten sind überhitzt; die Studierenden finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Die Studentenwerke bauen zwar bundesweit nicht unerheblich und werden dabei von einigen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Bremen oder Thüringen mit Förderprogrammen unterstützt – aber es muss mehr erreicht werden. Der Bund und die Länder sind gemeinsam gefordert.

Die Bundesregierung verpflichtet sich in ihrem Koalitionsvertrag, auch die Schaffung studentischen Wohnraums, auch Wohnheimplätze, fördern zu wollen. Diese Bundesförderung soll über die soziale Wohnraumförderung kommen. Die dafür notwendige Grundgesetzänderung ist derzeit im parlamentarischen Verfahren; der Bundestag hat bereits zugestimmt – hoffentlich tut es auch der Bundesrat. Eine Bundeswohnheim-Förderung könnte dann im Haushalt des Jahres 2020 verankert und dann umgesetzt werden.

Diese Bundesförderung muss obendrauf auf bestehende Förderprogramme der Bundesländer kommen – und darf diese Länderprogramme auf keinen Fall ersetzen.“

05.12.2018