Bundesförderprogramm

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende: Mehrere Bundesländer aktiv – und jetzt auch der Bund?

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) würdigt diejenigen Bundesländer, die ihre Studentenwerke bei der Schaffung zusätzlichen, bezahlbaren Wohnraums für Studierende unterstützen, und hofft auf den Einstieg des Bundes.

Zum Auftakt der diesjährigen DSW-Wohnheimtagung in Heidelberg erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer: „Während die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger seit dem Jahr 2007 bis heute um 50% gestiegen ist, wuchs die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze nur um 5%.“

Meyer auf der Heyde würdigte ausdrücklich die beim Studierendenwohnheimbau aktiven Bundesländer: „Die Studentenwerke werden von mehreren Bundesländern durch Programme unterstützt, voran in Bayern, aber unter anderen auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen oder Thüringen. “

Nun hofft Meyer auf der Heyde auf den Wiedereinstieg des Bundes in die Wohnheimförderung: „Nachdem es in den 1970er und frühen 1990er Jahren Bund-Länder-Programme für den Studierendenwohnheimbau gab, gibt es nun zumindest positive Signale aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.“

"Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks hat das Problem erkannt, dass die Studierenden dringend auf zusätzlichen, bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Laut Aussage des parlamentarischen Staatssekretärs, Florian Pronold, will das Bundesbauministerium in den nächsten Jahren studentisches Wohnen mit rund 120 Millionen Euro fördern. Wir sind sehr gespannt, was nun konkret folgen wird.“

Das Studierendenwerk Heidelberg ist dieses Jahr Gastgeber der DSW-Wohnheimtagung. Mehr als 130 Expertinnen und Experten für studentisches Wohnen aus allen Studentenwerken in Deutschland treffen sich zum Austausch.

27.05.2015