Studentisches Wohnen

Auch in der Pandemie: Anhaltende Nachfrage nach Wohnheimplätzen – Versorgungsquote weiterhin niedrig

Die Versorgungsquote von Studierenden mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen stagniert auf niedrigem Niveau, während die Nachfrage auch in der Pandemie anhält: Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit einer neuen Publikation aufmerksam.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2020“ gibt es derzeit bundesweit rund 239.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende, davon 196.000 bei den Studenten- und Studierendenwerken. Mehr als 17.000 Plätze sind aktuell in Planung oder im Bau.

Wie die neuen DSW-Zahlen zeigen, hinkt die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen der Zahl von Studierenden stark hinterher: Betrug das Verhältnis Studierende – geförderte Wohnheimplätze im Jahr 2007 noch 11,86% bzw. 2008 gar 12,13%, heute liegt die sogenannte Unterbringungsquote bei nur noch 9,45%. Im Jahr 1991 waren es fast 15%.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende hält trotz Pandemie an. Und sie wird anhalten, wenn die Pandemie einmal beendet oder gut im Griff ist. Denn bei einer Mischung von Präsenz- und digitaler Lehre müssen die Studierenden vor Ort sein, zumal z.B. Bibliotheken nur dort vorzufinden sind.

Die Gesamtzahl der Studierenden ist seit dem Jahr 2007 um 49% gestiegen, die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze jedoch nur um 8%. Die Schere darf nicht noch weiter auseinandergehen. Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen, und dauerhaft zu erhalten, ist eine dringend notwendige, gesamtstaatliche Aufgabe. Bund und Länder müssen hier genauso entschieden gemeinsam handeln, wie sie es über die Hochschulpakte bei der Finanzierung der Studienplätze tun.“

14.12.2020