Plakatwettbewerb

„Auf zwei Beinen denken“: Studium/Forschung

Zwei gezeichnete Füße, die je einen Stift in den Zehen halten mit dem sie den jeweils anderen Fuß zeichnen; der rechte ist beschriftet mit „Forschung“ der linke mit „Studium“: Mit diesem Motiv gewinnt der Design-Student Felix Plachtzik von der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) den 34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) und 3.000 Euro Preisgeld. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerichtet, die mit der Kampagne „DFG2020 - Für das Wissen entscheiden“ auf die Notwendigkeit und den Wert einer freien und wissenschaftsgeleiteten Forschung für die Gesellschaft aufmerksam machen will.

Insgesamt reichten 275 Design-Studierende aus 37 staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschulen 456 Plakatentwürfe ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten Plakate aus. Neben dem Sieger Felix Plachtzik, der sich über ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro freuen darf, gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten, drei dritte Plätze, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind und einen Sonderpreis der DFG, der mit 3.000 Euro dotiert ist.

Der Sonderpreis der DFG geht an Saskia Eich von der Hochschule RheinMain für ihr Plakat „Wer nicht forscht, muss alles glauben.“ Betreut wurde die Arbeit von Prof. Taner Ercan.

Das Thema des Wettbewerbs lautet: „Ich studiere - was geht mich Forschung an?“. DSW und DFG wollten von den Studierenden wissen, was Forschung für die Studierenden von heute bedeutet, welchen Stellenwert Wissenschaft und Forschung in Studium und Alltag von Studierenden haben und was Forschung für sie ist – Pflicht, Kür, Alltag oder fernes Ziel? Sehen und fühlen sie sich als Studierende auch bereits als Wissenschafts-Kommunikator/-innen, oder als Verfechter/-innen der Wissenschaft in einer globalen Pandemie?

Die geplante Preisverleihung im Museum für Kommunikation Berlin musste aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Stattdessen gibt es einen Film, der die Siegerinnen und Sieger und ihre Plakate würdigt. Außerdem findet bis zum 6.12.2020 eine Online-Abstimmung darüber statt, welche vier Plakate gedruckt werden sollen. Die besten 29 Plakate werden von Dezember 2020 bis Mai 2022 in einer Wanderausstellung durch die Studenten- und Studierendenwerke zu sehen sein.

Prof. Dr. Julika Griem, DFG-Vizepräsidentin und Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen, freut sich über die facetten- und ideenreich umgesetzten Plakate, die pointiert und im besten Sinne plakativ den Wert von Forschung aufzeigen. Sie sagt: „Wissenschaft braucht originelle Verbindungen von Wort und Bild. Sie können in der Wissenschaftskommunikation als Kristallisationspunkte für gesellschaftlich relevante Diskussionen dienen.“

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident des DSW kommentiert: „Die Einreichungen bei unserem 34. Plakatwettbewerb zeigen: Forschung und Lehre sind für Studierende heute keine getrennten Lebensbereiche. Studieren bedeutet für sie Forschen, Anzweifeln, Ausprobieren. Auch die ausgezeichneten Plakate zeigen das, mal verspielt, mal abstrakt.“

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Ich studiere – was geht mich Forschung an?“

34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks und der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2019/2020

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

 

1. Preis, 3.000 Euro, für „Auf zwei Beinen denken“

Felix Plachtzik, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG),

keine Betreuung

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „Forschen ist Verstehen“

Ricardo Meyer, Fachhochschule Potsdam,

betreut von Prof. Sven Völker und Prof. Klaus Dufke

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „Probieren geht über Studieren“

Michelle Borsari / Leonie Sybertz, Hochschule RheinMain

betreut von Prof. Taner Ercan

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „No research without research“

April Suddendorf, Hochschule Wismar,

betreut von Sophia Martineck

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Gebeutelt“

Alicia Loske, Hochschule RheinMain,

betreut von Prof. Taner Ercan

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Über Grenzen hinaus“

Finja Peeck, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig,

betreut von Prof. Klaus Paul

 

Sonderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 3.000 Euro, für

„Wer nicht forscht, muss alles glauben.“

Saskia Eich, Hochschule RheinMain,

betreut von Prof. Taner Ercan

 

Die Jury:

  • Prof. Gudrun Müllner, Diplom-Designerin, Professorin an der Fakultät für Gestaltung, Hochschule Augsburg
  • Prof. Wilfried Korfmacher, Diplom-Designer und Diplom-Psychologe, Professor im Fachbereich Kommunikationsdesign, Hochschule Düsseldorf 
  • Prof. Iris Utikal, Diplom-Designerin, Professorin am Institut Köln International School of Design (KISD) – TH Köln
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerk

Den DFG Sonderpreis haben ausgewählt:

  • Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
  • Tim Wübben, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft
30.11.2020