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Informationen und didaktische Hinweise für Lehrende

Aktuelle Situation an den Hochschulen

Nach Angaben der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks erklären 15 % der Studierenden, behindert oder chronisch krank zu sein: 2,0 % der befragten Studierenden geben2000 an, dass bei ihnen eine Behinderung vorliegt,13 % der Studierenden geben an, dass sie an einer chronischen Krankheit leiden. Diese Zahlen machen es wahrscheinlich, dass jede Hochschuldozentin und jeder Hochschuldozent früher oder später behinderte und chronisch kranke Studierende unterrichtet.

Häufig jedoch werden behinderte und chronisch kranke Studierende nicht als Studierende mit besonderen Bedürfnissen wahrgenommen; dies gilt insbesondere, wenn ihre Behinderung nicht direkt sichtbar ist, sie beispielsweise hörbehindert sind oder sie an einer inneren Krankheit leiden. Die Einschränkungen sind nicht nur je nach Behinderung sondern auch individuell unterschiedlich.

Verhalten und Einflussmöglichkeiten von Lehrern und Lehrerinnen

Um Studierenden mit Behinderung einen möglichst reibungslosen Studienablauf zu ermöglichen, sollten Lehrende frühzeitig signalisieren, auf eventuell vorhandene besondere Bedürfnisse einzugehen. Nur im Gespräch wird deutlich, was die Einzelnen individuell an Unterstützung benötigen und zusammen können Lösungen gefunden werden.

Mögliche Fragen sind: Wie muss das Unterrichtsmaterial aufbereitet sein? Welche Nachteilsausgleichsmaßnahmen bei Prüfungen sind nötig? Wann müssen Literaturlisten und Themen bekannt gegeben werden? Wie sind die räumlichen Gegebenheiten? Müssen vielleicht Räume getauscht werden? Was ist am Vortragsstil zu ändern, wenn ein hörgeschädigter oder ein sehgeschädigter oder ein körperbehinderter Studierender im Seminar oder in einer Vorlesung sitzt? Welche Assistenzen oder Hilfsmittel sind geeignet? Wie können behinderte Studierende in Diskussionsrunden eingebunden werden? Wie geht man mit Sondersituationen wie Labors oder Exkursionen um?

Ganz generell ist zu bedenken, dass Studierende mit Behinderungen sowohl für die Bewältigung ihres Alltags als auch für Arbeiten im Zusammenhang mit dem Studium mehr Zeit brauchen.

Viele Dinge sind ohne großen Mehraufwand zu bewerkstelligen. Mit der Bereitschaft auf bestimmte Bedürfnisse einzugehen und einem gewissen Maß an Improvisationsgeschick können Lehrende entscheidend dazu beitragen, Studierenden mit Behinderung ein erfolgreiches Studieren zu ermöglichen.

Die vollständigen "Informationen und didaktischen Hinweise für Lehrende an den Hochschulen, die behinderte und chronisch kranke Studierende unterrichten" können als PDF- Datei heruntergeladen werden.

 



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