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Campus, Kultur & Co.

Buchtitel - Ein Stück KulturStudierende und Kultur
Studierende spielen Theater, musizieren, organisieren Festivals, stellen aus, schreiben, malen, fotografieren. Studentisches Engagement im Bereich Kultur ist äußerst vielseitig. Dabei setzen die Studierenden nicht nur Kultur in Szene, sondern managen auch das ganze Drumherum. Sie erproben ihr Improvisationsgeschick und ihre Konfliktfähigkeit, knüpfen Kontakte und haben Spaß dabei. Sie entwickeln soziale Kompetenzen und beruflich relevante Fähigkeiten wie Flexibilität, Kreativität oder Teamgeist. Kulturaktivitäten auf dem Campus führen zu Begegnungen zwischen ausländischen und deutschen Studierenden und regen den fächerübergreifenden Dialog an. Der Lebensraum Hochschule wird durch die studentische Kulturszene entscheidend geprägt.

Die Studentenwerke
In den meisten Bundesländern ist die kulturelle Förderung der Studierenden als Aufgabe der Studentenwerke gesetzlich festgeschrieben. Auf vielfältige Weise greifen die Studentenwerke diesen Auftrag auf und schaffen die Rahmenbedingungen für die kulturelle Eigeninitiative der Studierenden: Sie stellen Räume oder Technik zur Verfügung, unterstützen Kulturprojekte mit finanziellen Mittel, bieten Kurse oder Workshops an. Die Angebote richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und können von Studentenwerk zu Studentenwerk sehr unterschiedlich sein.

Das Deutsche Studentenwerk
Das Deutsche Studentenwerk fördert und koordiniert den Informationsfluss zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kulturbüros der Studentenwerke, beispielsweise durch die Fachtagung Kultur. Mit der Initiierung und Organisation von bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerben unterstützt das DSW zudem die studentische Kulturarbeit direkt. Diese Projekte werden zum Teil vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert.

Wie alles kam ...
Bereits 1961 traten die Studentenwerke im Kieler Studentenhausplan mit der Forderung nach dem "Bau von Studentenhäusern als Mittelpunkt des studentischen Gemeinschaftslebens" und zur Förderung "vornehmlich auch musischer Interessen der Studierenden" hervor. Erst Ende der 70er Jahre wurde jedoch diesem Aufgabenfeld in der Arbeit des Deutschen Studentenwerks mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Damit reagierte das Deutsche Studentenwerk auf eine bereits seit Mitte der 70er Jahre sich abzeichnende Wende des studentischen Selbstverständnisses und der studentischen Lebensstile, in denen dem Faktor "Kultur" wieder mehr Gewicht zukam. Während die "68er" die Kultur als "Krampf im Klassenkampf" links liegenließen und die studentische Kulturszene binnen kurzem zur verpönten "Hochkultur" der Universitätsorchester zusammenschmolz, wuchs in der Studentengeneration der 80er Jahre das Bedürfnis nach kreativer Beschäftigung, nach individueller Selbstverwirklichung und fächerübergreifender Bildung. Auch viele Studentenwerke verstärkten ihre Bemühungen in diesem Arbeitsfeld.

Mittlerweile haben zahlreiche Studentenwerke Mitarbeiter eingestellt, die sich ausschließlich oder neben anderen Aufgaben um die kulturellen Belange der Studierenden kümmern. Die Studentenwerke und die Studierenden in den neuen Ländern haben, insbesondere durch die zahlreichen studentischen Kulturclubs, neue Impulse in die studentische Kulturlandschaft eingebracht. Allerdings ist die Finanzierung der Förderung studentischer Kulturarbeit nach wie vor schwierig. Deshalb konnten bisher umfangreiche Konzepte in diesem Bereich nur von wenigen Studentenwerken realisiert werden. Viele Studentenwerke müssen sich nach wie vor wegen des mangelnden finanziellen Spielraums auf die Bereitstellung von Mensen und anderen Räumen für kulturelle Veranstaltungen beschränken.

 



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