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Versicherungspflicht

Studienvoraussetzung: Kranken- und Pflegeversicherung

Die Kranken- und Pflegeversicherung ist für Studierende Pflicht und muss bei der Immatrikulation an einer deutschen Hochschule nachgewiesen werden.

Für Studierende an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht. Das heißt, nur mit diesem Nachweis können sie sich für ihr Studium einschreiben. Die Versicherungsbescheinigung muss bei der Immatrikulation vorliegen. Das gilt auch für Studierende aus dem Ausland. Die Versicherungspflicht gilt automatisch auch für die soziale Pflegeversicherung (§ 20 Abs. 1 Nr. 9 des Sozialgesetzbuchs - Elftes Buch)

Studierende, die vor dem Studium in der gesetzlichen Krankenkasse ihrer Eltern beitragsfrei familienversichert waren, bleiben es bis zum 25. Lebensjahr, und zwar unabhängig davon, ob sie bei den Eltern wohnen. Zeiten für den freiwilligen Wehrdienst, für Bundesfreiwilligendienste oder vergleichbare Dienste verlängern diese Altersgrenze gemäß § 10 des Sozialgesetzbuchs - Fünftes Buch (SGB V).

Studierende, die das 25. Lebensjahr beendet haben, können dann wählen, ob sie Beiträge zur studentischen gesetzlichen Krankenversicherung zahlen oder sich privat versichern wollen.
Bei den gesetzlichen Krankenkassen lohnt es sich, die Beitragshöhe und die angebotenen Leistungen miteinander zu vergleichen!

Achtung: Studierende, die neben dem Studium mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, müssen sich als normale Arbeitnehmer/innen versichern lassen und zahlen höhere Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Dasselbe gilt, wenn man mehr als nur "geringfügig" beschäftigt ist (sogenannter 450-Euro-Job) oder das monatliche Gesamteinkommen 425 Euro (gültig für das Jahr 2017) übersteigt (§ 10 Absatz 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V).

Wer bereits vor dem Studium privat versichert war, kann innerhalb der ersten drei Monate nach der Immatrikulation entweder die freiwillige private oder gesetzliche Krankenversicherung wählen und zahlt den Beitrag für Studierende. Diese Entscheidung ist für das gesamte Studium bindend.

Hinweis: Privat versicherte Studierende müssen für die Krankenversicherung ihrer eigenen Kinder zahlen. Die Kinder von gesetzlich versicherten Studierenden sind dagegen automatisch beitragsfrei familienversichert.

Ende der studentischen gesetzlichen Krankenversicherung

Nach der Vollendung des 30. Lebensjahres oder dem Abschluss des 14. Fachsemesters endet regelmäßig die studentische gesetzliche Krankenversicherung (§ 5 Absatz 1 Nr. 9 SGB V), und zwar einen Monat nach Ablauf des letzten Semesters (§ 190 Absatz 9 SGB V). Diese Höchstdauer kann im Einzelfall beispielsweise bei Geburt und Betreuung eines Kindes, Behinderung oder Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung über den zweiten Bildungsweg verlängert werden.

Hinweis: Im Rundschreiben der Spitzenverbände der Krankenkassen vom 21. März 2006 heißt es: "Bei der Ermittlung der 14 Fachsemester muss es sich um den gleichen Studiengang handeln."

Spätestens endet der kostengünstigere Krankenversicherungsschutz für Studierende jedoch mit der Vollendung des 37. Lebensjahres. Danach müssen sich Studierende entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse oder privat versichern lassen. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Duales Studium

Teilnehmer/innen an dualen Studiengängen sind den zur Berufsausbildung Beschäftigten (Azubis) gleichgestellt (§ 5 Absatz 4a Satz 2 SGB V). Wenn sie eine Art Vergütung (Gehalt, Stipendium) erhalten, sind sie einheitlich in der Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung und der Arbeitsförderung als Beschäftigte versicherungspflichtig. Die günstigeren Konditionen der Krankenkassen für Studierende gelten dann nicht.

Achtung: Die Fachsemester eines dualen Bachelorstudiums und die eines nicht dualen Masterstudiums in derselben Fachrichtung  werden zusammengerechnet. Nach dem Abschluss des 14. Fachsemesters endet die studentische gesetzliche Krankenversicherung regelmäßig!

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