DruckversionPDF version
Studienfinanzierung

Was kostet ein Studium?

Wie viel Geld brauche ich monatlich für den Lebensunterhalt und für die Ausbildung? Wie viel Geld muss ich einplanen, wenn ich nicht mehr bei den Eltern leben oder zum Studieren in eine andere Stadt ziehen möchte? Wer im Vorfeld des Studiums genau weiß, welche Kosten entstehen, kann rechtzeitig die Weichen für ein zügiges Studium stellen.

1. Ausbildungskosten (institutionelle Kosten, Studiengebühren)

An jeder Hochschule müssen bei der Einschreibung Semesterbeiträge entrichten werden. Diese Beiträge sind von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich hoch und setzen sich üblicherweise wie folgt zusammen:

  • Anteile für die verfasste Studierendenschaft (AStA, Stura)
  • Anteile für die Arbeit des Studentenwerks
  • eventuell Anteile für die Nutzung eines Semestertickets

Einige Hochschulen erheben zusätzlich Einschreibe- und Verwaltungsgebühren (rund 50 Euro je Semester). Eventuell müssen auch Studiengebühren (zum Beispiel für das Zweitstudium oder bei sehr langer Studiendauer) gezahlt werden. Die allgemeinen Studiengebühren für die Regelstudienzeit, die ab 2006 in sieben Bundesländern eingeführt wurden, gehören hingegen seit dem Wintersemester 2014/2015 wieder der Vergangenheit an.

Ob darüber hinaus die Ausbildung selbst Kosten verursacht, hängt vom konkreten Studienfach ab.

Foto eines Aufstellers mit der Aufschrift: Ja zur Bildung, Nein zu Studiengebühren

2. Lebenshaltungskosten (individuelle Kosten)

Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von ledigen Studierenden im Erststudium, die nicht mehr im Elternhaus wohnen und in einem Vollzeitstudium eingeschrieben sind, betrugen im Sommersemester 2012 monatlich etwa 794 Euro.

Darin enthalten sind die Miete, die Fahrtkosten, Kosten für Ernährung, Kleidung, Lernmittel, Krankenversicherung, Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Ausgaben für die Freizeitgestaltung.

Die Ausgaben für Miete und Nebenkosten belasten das Portemonnaie der Studierenden am meisten. Rund 34 Prozent ihrer monatlichen Einnahmen geben sie für das Wohnen aus.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat in einer Broschüre herstellerunabhängige Tipps für Studierende zu Kauf und Nutzung der wichtigsten IT-Geräte zusammengestellt. Damit nach dem Einzug in die eigene Wohnung die Geräte die erste eigene Stromrechnung so wenig wie möglich belasten.

Zu Beginn eines Studiums werden viele Studierende meist erstmals mit dem Thema Versicherungen konfrontiert. Um dabei nicht in die Falle der Überversicherung zu tappen, sollte gut überlegt werden, welche Versicherung wirklich notwendig ist.

Die Kranken- und Pflegeversicherung ist die einzige Pflichtversicherung für Studierende, die private Haftpflichtversicherung darüber hinaus die wichtigste freiwillige Versicherung.

Downloads