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Wohnungsknappheit

Wohnraum für Studierende: 25.000 zusätzliche, staatlich geförderte Wohnheimplätze notwendig

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt, dass der Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Fachgespräch „Wohnungsnot in Hochschulstädten“ veranstaltet, und bekräftigt die Forderung nach mindestens 25.000 zusätzlichen, staatlich geförderten Wohnheimplätzen.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde ist einer von vier Sachverständigen, die zu dem Gespräch eingeladen sind. Er erklärt: „Dass bezahlbarer Wohnraum für Studierende in vielen Hochschulstädten immer knapper wird, ist kein neuen Phänomen. Der Handlungsdruck wächst mit jedem Wintersemester. Die Schere zwischen der Zahl der Studierenden und der Zahl der Wohnheimplätze geht immer weiter auseinander.“

Laut DSW-Angaben ist die Zahl der Studierenden seit dem Jahr 2008 bis heute um 39% gestiegen, die Zahl der Studienanfänger/innen liegt sogar um 50% höher als 2008, während die Zahl der staatlichen geförderten Wohnheimplätze nur um 5% zugenommen hat.

Das Deutsche Studentenwerk als Verband der 58 Studentenwerke fordert seit längerem ein gemeinsames Bund-Länder-Programm für mindestens 25.000 zusätzliche, staatlich geförderte Wohnheimplätze. Meyer auf der Heyde: „Nur mit staatlichen Zuschüssen können die Studentenwerke bei Neubauten sozialverträgliche Mieten etwa auf BAföG-Niveau realisieren.“

Für die vom DSW geforderten 25.000 zusätzlichen, staatlich geförderten Wohnheimplätze wäre insgesamt ein Investitionsvolumen von 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro nötig; den  staatlichen Zuschussanteil daran veranschlagt das DSW mit  rund 800 Millionen Euro.

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geplante 120-Millionen-Euro-Programm werde als erster Anfang begrüßt. Es könne den Bedarf an zusätzlichem Wohnraum für Studierende vom Finanzvolumen her und von der voraussichtlichen Zuschusshöhe von maximal 500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche jedoch nur ansatzweise decken, so Meyer auf der Heyde. Zudem sei das BMUB-Vorhaben zu sehr als Forschungsprogramm angelegt und nicht auf die sozialen Bedarfe von Studierenden ausgerichtet.

22.09.2015