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21. Sozialerhebung

Neue Zahlen 2017: Gesundheitliche Beeinträchtigungen und Studienerschwernis

Wichtiges Ergebnis der 21. Sozialerhebung: Es gibt immer mehr Studierende, die angeben, dass sich körperliche, seelische oder Sinnes-Beeinträchtigung studienerschwerend auswirken.

Gruppe der Studierenden mit studienerschwerender Beeinträchtigung

  • 11 % aller Studierenden geben eine oder mehrere studienrelevante Beeinträchtigung/en an. Das bedeutet einen Anstieg um 57 % gegenüber 2012 (2012: 7%). Die absoluten Zahlen haben sich fast verdoppelt (2016: 264.000 Studierende, 2012: 137.000 Studierende).
     
  • 6 % aller Studierenden geben an, dass sich ihre Beeinträchtigungen stark oder sehr stark studienerschwerend auswirken. 2012 waren es nur 1,8 %. Bezogen auf die Gruppe der Studierenden mit Beeinträchtigungen hat sich der Anteil der Studierenden mit (sehr) starker Studienerschwernis gegenüber 2012 mehr als verdoppelt (2016: 57 %, 2012: 27 %).
     
  • Studierende mit psychischen Erkrankungen bilden auch 2016 die bei weitem größte Gruppe unter den studienrelevant Beeinträchtigten. Ihr Anteil ist deutlich – und zwar um 13 Prozentpunkte – gegenüber 2012 gestiegen (2016: 55 %; 2012: 42 %). Gleichzeitig wirken sich psychische Erkrankungen überdurchschnittlich häufig besonders stark im Studium aus. 63% von ihnen geben eine (sehr) starke Studienerschwernis an.

Studienverlauf

Studienerschwerende Beeinträchtigungen wirken sich auch 2016 in hohem Maße auf den Studienverlauf aus:

  • Studierende mit Beeinträchtigungen unterbrechen deutlich häufiger (und länger) ihr Studium (2016: 32% vers. 13%; 2012: 27 % vs. 8 %) als ihre Kommiliton/innen.
     
  • Studierende mit Beeinträchtigungen wechseln öfter die Hochschule (2016: 22 % vs. 16 %; 2012: wie 2016) als ihre Kommiliton/innen.
     
  • Studierende mit Beeinträchtigungen wechseln öfter den Studiengang (2016: 31% vers. 21%; 2012: 28 % vs. 16 %) als ihre Kommiliton/innen.
     
  • Studierende mit Beeinträchtigungen studieren häufig länger als ihre Kommiliton/innen. 36% (2012: 28%) der Studierenden mit Beeinträchtigung und 22% (2012: 18%) der Studierenden ohne Beeinträchtigung haben mehr als 10 Hochschulsemester absolviert.

Studienfinanzierung

Studierende mit Beeinträchtigungen sehen wie schon 2012 die Finanzierung des Lebensunterhalts im Vergleich zu Studierenden ohne Beeinträchtigung deutlich seltener als gesichert an (2016: 49% vers. 70%; 2012: 53% vers. 70%).

 

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