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Jobben

Midi-Job

Wessen regelmäßiges monatliches Einkommen mehr als 450 Euro und maximal 850 Euro beträgt, arbeitet in der so genannten Gleitzone, auch Midi-Job genannt.

Der Midi-Job fängt also dort an, wo der Minijob aufhört und endet bei einem monatlichen Einkommen von 850 Euro. Die Regelungen gelten für alle Arbeitnehmer/innen gleichermaßen und damit auch für Studierende.

Als Gleitzonenfall wird die Beschäftigung deshalb bezeichnet, weil Arbeitnehmer/innen allmählich steigende Beiträge zur Rentenversicherung zahlen müssen.

ACHTUNG: Für Studierenden fallen nur dann keine zusätzlichen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an, wenn sie neben dem Studium maximal 20 Stunden in der Woche jobben.

Rentenversicherung

Arbeitnehmer/innen sind versicherungspflichtig. Allerdings gelten im Lohnsektor von 450,01 bis 850,00 Euro/Monat reduzierte Beiträge. Die private Aufstockung auf den vollen Beitragsanteil ist jederzeit möglich. Je nach der Höhe des Lohnes steigt der Rentenbeitrag der Studierenden gleitend auf den vollen Beitragsanteil von maximal 9,35 Prozent, während der Arbeitgeber von 450,01 bis 850,00 Euro/Monat immer 9,35 Prozent zahlt. Den genauen Beitrag errechnet der Gleitzonenrechner der Deutschen Rentenversicherung.

ACHTUNG: Die Regelung zur Gleitzone gilt nicht, wenn infolge mehrerer Beschäftigungen die monatliche Einkommensgrenze von 850 Euro überschritten wird.

Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung

Vorab: Alle Studierenden müssen grundsätzlich in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sein. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zahlen sie lediglich den einheitlichen Versicherungsbeitrag für Studierende.

Hinweis: Keine zusätzlichen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung fallen an, wenn

  1. die Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Dies liegt grundsätzlich vor, wenn Studierende nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten. Dann überwiegt noch das Erscheinungsbild "Student/in".
     
  2. die Wochenarbeitszeit zwar 20 Stunden überschreitet, die Arbeit aber den Erfordernissen des Studiums angepasst und untergeordnet ist (beispielsweise Beschäftigung nur am Wochenende, in Abend- oder Nachtarbeit).
     
  3. zwar mehrfach im Jahr befristete Beschäftigungen von mehr als 20 Stunden wöchentlich ausgeübt werden, alle Beschäftigungen zusammen aber nicht mehr als 26 Wochen beziehungsweise 180 Kalendertage umfassen.

Achtung:  Auch wer noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat, kann bei einem Verdienst in der Gleitzone nicht mehr über die Krankenkasse der Eltern familienversichert sein! Die Verdienstgrenze für die Familienversicherung liegt bei monatlich 425 Euro oder 450 Euro beim Minijob.

Steuern

Auch Studierende zahlen für die Einnahmen aus einem Midi-Job Steuern (Höhe abhängig von der Steuerklasse des Studierenden). Trotzdem dürfte sich im Regelfall keine Steuerbelastung ergeben. Solange das Arbeitsentgelt (abzüglich insbesondere Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Vorsorge-Pauschale) unter dem Grundfreibetrag (2017: 8.820 Euro) bleibt, erhält man die einbehaltene Lohnsteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zurück.

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