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Plakatwettbewerb

29. Plakatwettbewerb 2014/2015: „Wie ge-wohnt“

Das Thema unseres 29. Plakatwettbewerbs "Wie ge-wohnt" hat die Design-Studierenden mobilisiert wie nie zuvor.

Zwei Männer stehen sich gegenüber, oberhalb von ihnen ist ein Plakat zu sehen.Deutschland hat so viele Studierende wie noch nie zuvor. Bezahlbarer Wohnraum aber wird in vielen Hochschulstädten immer knapper. Wie erleben Studierende unter diesen Voraussetzungen ihre Wohnungssuche? Was erleben Sie auf den städtischen Wohnungsmärkten, beim WG-Casting, beim Auszug aus dem Elternhaus? Wie wollen sie wohnen, haben sie überhaupt eine Wahl?

Diese Fragestellung bewegte enorm. 378, so viele Studierende wie noch nie nahmen teil, und sie reichten 640 Plakate bei uns ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die stärksten aus.

Uns fällt auf: Viele der 640 Plakate drücken Frustration aus und ein Gefühl von Hilflosigkeit der Studierenden gegenüber ihrer Wohnsituation. Es wird die Unpersönlichkeit von WG-Castings thematisiert, und die Wohnungssuche wird überwiegend als belastende Erfahrung und großer Stressfaktor dargestellt. Studierende empfinden sich im Spiegel der Plakate als Spielball auf den Wohnungs­märkten ihrer Hochschulstädte.persönlichkeit der Casting, Wohnungssuche als sehr belastende Erfahrung während des Studiums etc.lichkeit der Castings etc.

Siegerin des 29. DSW-Plakatwettbewerbs mit dem Thema „Wie ge-wohnt“ ist die Design-Studentin Xueh Magrini Troll von der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Ihr Plakat trägt den Titel „Mama, ich habe eine Wohnung gefunden“, und es zeigt in Form einer Illustration übereinandergestapelte Studierende. Sie habe an junge Menschen gedacht, als sie das Plakat entworfen habe, erzählt Xueh Magrini Troll, „die weg von zu Hause sind und jeden Abend mit der Familie telefonieren und Mama erzählen müssen, wie die Wohnungssuche läuft.“

Gleich drei der sechs studentischen Preisträgerinnen und Preisträger kommen von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: ein dritter Platz sowie die beiden zweiten Plätze. Alle drei Design-Studierenden aus Stuttgart wurden von Professor Gerwin Schmidt betreut.

Eine Ausstellung mit den 30 besten Plakaten zum Thema „Wie ge-wohnt“ geht nun für anderthalb Jahre auf Tour durch die Studentenwerke in ganz Deutschland.

„Wie ge-wohnt“: 29. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2014/2015

Die Preisträgerinnen und Preisträger:

 Preisträger des 29. Plakatwettbewerbs stehen auf der Bühne, jeder hält eine Topfpflanze und eine Urkunde in der Hand.

1. Preis, 2.000 Euro, für „Mama ich habe eine Wohnung gefunden“

Xueh Magrini Troll, Weißensee Kunsthochschule Berlin, betreut Simone Schöler

2. Preis, 1.000 Euro, für „Wohnheimplatzt“

Jan Robert Obst, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, betreut von Prof. Gerwin Schmidt

2. Preis, 1.000 Euro, für „Arbeiten und Schlafen“

Maurice Beretitsch, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, betreut von Prof. Gerwin Schmidt

3. Preis, 500 Euro, für „Hey Siri“

Kim Dung Nguyen, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, betreut von Prof. Peter Krüll

3. Preis, 500 Euro, für „Studenten machen das Leben bunter“

Jonathan Schöps und Kristin Schulze, Bauhaus-Universität Weimar, betreut von Prof. Burkhart von Scheven

3. Preis, 500 Euro, für „Es kann nur einen geben“

Mark Julien Hahn, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, betreut von Prof. Gerwin Schmidt

Die Jury:

  • Joanna Czajka, Grafikdesignerin, ehemalige Wettbewerbsteilnehmerin
  • Dr. Oliver Götze, Stellvertrender Direktor und Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Museums für Kommunikation Berlin
  • Prof. Gudrun Müllner, Professorin für Visuelle Kommunikation an der Hochschule Augsburg, betreute mehrfach Preisträger/innen
  • Marit Roloff, Grafikdesignerin, Berlin, ehemalige Preisträgerin
  • Dr. Ralf Schmidt-Röh, Geschäftsführer des Studentenwerks Thüringen, Vorsitzender Ausschuss Wohnen beim Deutschen Studentenwerk

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner. Der 30. Plakatwettbewerb 2015/2016 stellt die große Sinn-Frage: "Warum studieren?"